E/D/E geht stabil durch die Wirtschaftskrise
Trotz eines schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfeldes schloss das E/D/E auch das Geschäftsjahr 2009 in Deutschland und Europa gut ab. Mit 4,1 Milliarden Euro wiederholte das Wuppertaler Familienunternehmen sein zweitbestes Umsatzergebnis in der Firmengeschichte aus dem Jahr 2007. Nachdem jedoch fünf Jahre in Folge ein zweistelliges Wachstum verbucht werden konnte, musste nun ein Rückgang um 11,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr (rund 4,6 Milliarden Euro) festgehalten werden. Die allgemeine Wirtschafts- und Finanzkrise, von der das vergangene Geschäftsjahr geprägt war, ging somit auch am E/D/E und seinen knapp 1400 Mitgliedsunternehmen in Deutschland und Europa nicht spurlos vorüber. Dennoch gelang es erneut, sich mit diesem Umsatzergebnis vom allgemeinen, negativen Branchentrend im Produktionsverbindungshandel abzusetzen. „Unsere Erwartungen zur Branchenentwicklung und unsere eigene Planung sahen zu Beginn des Jahres deutlich besser aus“, sagt Hans-Jürgen Adorf, Vorsitzender der E/D/E Geschäftsführung. „Damals haben wir noch mit einem Zuwachs von 2,7 Prozent gerechnet.“
Somit zählt auch 2009 zählt zu den erfolgreichen Geschäftsjahren des E/D/E, einem der bedeutenden Mittelständler in Deutschland. „Wir haben unser großes Logistik-Center mit einer Investition von mehr als 35 Millionen Euro erfolgreich in Betrieb genommen und wir haben starke neue Mitgliedsunternehmen hinzugewonnen“, sagt Adorf. Der Cash-Flow lag 2009 bei 28,2 Millionen Euro. „Damit sind wir in der Lage, unser Eigenkapital um über 15 Millionen Euro auf dann rund 230 Millionen Euro aufzustocken und unsere geplanten Aktivitäten 2010 pünktlich zu starten“, sagt Adorf. Für das E/D/E als Zentralregulierer, der die Zahlungssicherheit für seine Lieferanten (Delkredere-Haftung) garantiert, hat die Sicherung einer ausreichenden Liquidität oberste Priorität. „Diese liquiden Mittel standen auch im Geschäftsjahr 2009 jederzeit in ausreichendem Maße zur Verfügung“, sagt Adorf. Gerade diese Zahlungssicherheit bedeutet für E/D/E Lieferanten zugleich Planungssicherheit. Dies ist bei der teils schlechten Zahlungsmoral in der Wirtschaft ein großer Vorteil für Hersteller. Der Jahresüberschuss liegt bei 22 Millionen Euro (minus 17,6 Prozent). Die trotz der Umsatzrückgänge erzielten Unternehmensergebnisse stellen die E/D/E Geschäftsführung zufrieden. Sie wurden durch mehrere rechtzeitige Maßnahmepakete erreicht. Dazu zählen ein vorläufiger Einstellungsstopp nach dem ersten Quartal, eine Reduzierung von Sachinvestitionen und eine Verschiebung diverser IT-Projekte auf bessere wirtschaftliche Zeiten. An wichtigen Zukunftsinvestitionen indes wurden keine Abstriche gemacht.
Bis auf den Stahlbereich verzeichnete das E/D/E in seinen übrigen Warenbereichen lediglich einen Rückgang um 2,9 Prozent, beziehungsweise 110 Millionen Euro. Noch allerdings stehen etwa der Geschäftsbereich I (Werkzeuge, Maschinen und Betriebseinrichtungen), aber auch der Geschäftsbereich II (Technischer Handel, Arbeitsschutz, Bau- und Möbelbeschläge, Sicherheitstechnik, Bauelemente, Befestigungstechnik, Baugeräte/Bedachung, Werkstattmaterial) unter dem Einfluss der negativen Folgen durch die Wirtschafts- und Finanzkrise. Während etwa beim Arbeitsschutz der Rückgang auf 241 Millionen Euro (minus 5,9 Prozent) und beim Technischen Handel auf 158 Millionen Euro (minus 7,3 Prozent) noch recht mäßig ausfiel, drückte die Wirtschaftskrise das Umsatzergebnis bei Werkzeugen, Maschinen und Betriebseinrichtungen auf knapp über eine Milliarde Euro (minus 15,2 Prozent) doch deutlicher. „Es ist unübersehbar, dass gerade die Industrie – noch vor dem Handwerk – am heftigsten und schnellsten auf die negativen Vorzeichen und Prognosen reagiert hat. Investitionen in der Industrie blieben 2009 weitgehend aus“, sagt Adorf. Dagegen liefen die baunahen Bereiche wie Beschläge oder Bauelemente besser als erwartet. Mit einem Minus von 3,2 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro fiel der Rückgang mit exakt 40 Millionen Euro geringer aus als befürchtet. Getragen wurde das Ergebnis von Auftragsüberhängen im gewerblichen Bau, dem Renovationsgeschäft und dem Neubaugeschäft. Nachdem die Erwartungen für 2009 vor dem Hintergrund der Finanzkrise und deren konjunkturellen Auswirkungen eher negativ waren, sieht das E/D/E in den einzelnen Warengruppen verhalten optimistisch nach vorne. Bereits im vierten Quartal des vergangenen Jahres deutete sich beim Umsatz in den Warengruppen Bau- und Möbelbeschläge sowie Sicherheitstechnik (plus fünf Prozent), Bauelemente, Baugeräte, Befestigungstechnik (plus 2,5) und Arbeitsschutz, Technischer Handel, Werkstattmaterial (plus 0,7) eine Verbesserung der Lage an. Erwartet wird hier 2010 eine stabile Entwicklung auf Vorjahresniveau. Für das nächste Jahr ist in den baunahen Bereichen ein im Vergleich zum Vorjahr ausgeglichenes Umsatzergebnis von knapp 1,2 Milliarden Euro geplant. „Dabei wird der Wirtschaftsbau erheblich schwächer ausfallen, der Wohnungsbau und die Renovation auf Vorjahresniveau bleiben. Hoffnungsträger für das laufende Jahr sind die angekündigten Baumaßnahmen der öffentlichen Auftraggeber“, sagt Adorf.
Kräftig zulegen konnte 2009 der Geschäftsbereich Haustechnik mit einem Umsatzwachstum von rund 200 Millionen Euro auf insgesamt 800 Millionen Euro (plus 22,8 Prozent). Getragen wurde der Geschäftsbereich neben neu hinzu gewonnenen Mitgliedern besonders durch die Aktivitäten der Vereinigung von Großhändlern für Haustechnik, Marketing und Vertrieb GmbH (VGH) und durch den Zugang der neu gegründeten Kooperation Mittelstands Allianz Haustechnik (mah), die auf sieben Mitgliedsunternehmen verweisen kann. Beide Kooperationsgruppen repräsentieren im E/D/E im Jahr 2009 ein Umsatzvolumen von 456 Millionen Euro.
Die Stahlverarbeiter und damit der Stahlhandel waren 2009 von den Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise besonders betroffen. Die schwerste Rezession seit Ende des Zweiten Weltkrieges hat nicht nur zu einem Bedarfsrückgang geführt, auch die Preise, die 2008 Rekordhöhen erreicht hatten, stürzten auf ein seit Jahren nicht mehr da gewesenes Niveau ab. Der deutsche Maschinenbau verzeichnete dramatische Auftragsrückgänge, ebenso der Schiffbau, die Fahrzeugindustrie und ihre Zulieferer. Viele Unternehmen stornierten oder verschoben ihre geplanten Investitionen. Die Pkw-Produktion konnte nur mit einer Subvention vor einem schweren Einbruch der Absatzzahlen bewahrt werden. Entsprechend machte sich dies auch beim Umsatz im Geschäftsbereich Stahl (Union Stahl-Handel) bemerkbar, der aufgrund der Preiseinbrüche während des gesamten Jahres von 845 Millionen Euro um minus 48 Prozent auf 442 Millionen Euro zurückging. Allerdings verlor die Union Stahl-Handel mengenmäßig nicht annähernd so viel Volumen. Der Mengenrückgang lag bei allen Produkten zusammengenommen bei etwa 15 bis 20 Prozent. Eine Prognose über den Verlauf des Stahlhandels im laufenden Geschäftsjahr kann unter diesen Umständen nicht gegeben werden. Im Stahlbereich des E/D/E geht man davon aus, dass 2010 ein Jahr des Übergangs werden wird.
Der Heimatmarkt Deutschland besitzt für das E/D/E weiterhin einen sehr hohen Stellenwert. Das Inlandsgeschäft kam 2009 auf einen Anteil von 3,6 Milliarden Euro vom Gesamtumsatz. „Zugleich aber nimmt der europäische Markt einen immer zentraleren Bereich im Unternehmen ein. So sind wir inzwischen in 24 Ländern aktiv und machten dort 2009 einen Umsatz von 458 Millionen Euro“, sagt Adorf. Das Wachstum blieb in den europäischen Märkten jedoch erstmals hinter den Planzahlen zurück. Auch dies ist in erster Linie der konjunkturellen Entwicklung geschuldet, von der besonders die Märkte in Spanien, England, Dänemark und in den Ländern Osteuropas betroffen sind.
Unabhängig davon stehen die Aktivitäten des Unternehmens in Europa 2010 ganz besonders im Fokus. Seit acht Jahren kommt dem europäischen Markt im Rahmen der E/D/E Wachstumsstrategie eine besondere Bedeutung zu. Seither konnten in vielen Ländern E/D/E Konzepte erfolgreich eingeführt werden. Insbesondere die Benelux-Staaten, die Schweiz, Österreich, Italien und Frankreich verzeichnen wesentliche Umsatzanteile. Die Märkte in Polen und Spanien konnten trotz aller wirtschaftlichen Schwierigkeiten weiterentwickelt werden. Darüber hinaus erzielt das E/D/E in Dänemark gute Erfolge. Dies ist eine wichtige Voraussetzung für die anvisierten Aktivitäten im skandinavischen Markt. „Der Aufbau einer Tochtergesellschaft, in der alle europäischen Aktivitäten zusammenlaufen, ist daher eine konsequente Maßnahme. Die Gesellschaft wird in diesem Jahr gegründet“, kündigt Adorf an. Im Rahmen der erfolgreich bestehenden Kooperation mit dem Schweizer Partner ZEEV ist in den kommenden Wochen außerdem die Gründung einer gemeinsamen Gesellschaft in der Schweiz vorgesehen. Diese Gesellschaft wird dann auch ein eigenes Zentrallager führen. Für die optimale Ausschöpfung der nationalen Märkte mit bestehenden Kooperationen rückt die Gründung weiterer Auslandsgesellschaften ebenfalls zunehmend in den Blickpunkt. Inzwischen gehören dem E/D/E europaweit 147 Mitgliedsfirmen, fünf Kooperationen und Händlergruppen an. Ziel ist es, dass das Europa-Geschäft bis 2012 rund ein Viertel des E/D/E Gesamtumsatzes ausmacht.
Die mit über 35 Millionen Euro größte Investition in der Geschichte des E/D/E, der Bau des neuen Logistik-Centers, befindet sich inzwischen auf der Zielgeraden. Damit werden Abläufe vereinheitlicht und beschleunigt, außerdem sinken dank der Optimierung des Materialflusses die Zugriffszeiten, und es steigt die Prozesssicherheit. Für die Mitglieder bedeutet dies eine nochmals verbesserte Lieferfähigkeit und eine höhere Lieferqualität. Die Logistikfläche ist auf mehr als 66.000 Quadratmeter vergrößert worden. Das verfügbare Lagervolumen konnte um mehr als 67 Prozent auf über 400 000 Kubikmeter erweitert werden. Das neue eLC ist von Anfang an zukunftssicher konzipiert und für künftige Erweiterungen geplant worden.
25 neue Mitgliedsunternehmen konnte das E/D/E im vergangenen Geschäftsjahr für den Produktionsverbindungshandel hinzugewinnen, davon vier Unternehmen aus dem europäischen Ausland. Ihnen gegenüber steht der Verlust von 18 Mitgliedern, davon zwei durch Insolvenzen. Insgesamt lag die Zahl der Mitgliedsunternehmen im Produktionsverbindungshandel zum 31.12.2009 bei 994. Bei den Einzelhandelsmitgliedern (ZEUS) kam es zu weiteren Geschäftsaufgaben und Standortschließungen aufgrund von Rentabilitäts- und Nachfolgeproblemen sowie Schwierigkeiten mit der Liquidität und der Finanzierung. Die ZEUS ist ein Gemeinschaftsunternehmen des E/D/E und der Verbundgruppen hagebau und EK/servicegroup eG. Insgesamt ging 2009 die Zahl der Einzelhandelsmitglieder im E/D/E um 21 Unternehmen auf 392 Händler zurück. Die Umsätze der Einzelhandelsmitglieder haben sich 2009 als überraschend positiv erwiesen. So konnte das Vorjahresniveau nahezu gehalten werden. Die Gesamtzahl aller Mitglieder im E/D/E reduzierte sich um 14 Unternehmen von 1400 im Jahr 2008 auf 1386 im vergangenen Geschäftsjahr. 2010 sind mehrere Neuzugänge in Deutschland und in Europa in Aussicht.
In der Zentrale kehrt das E/D/E ab dem 1. März dieses Jahres wieder auf seinen Höchststand an Mitarbeitern zurück. Ende 2008 waren es 765 Mitarbeiter. Trotz der aktuell eher bescheidenen wirtschaftlichen Gesamtsituation stellt das Familienunternehmen damit weiter ein. Allein seit Jahresbeginn erhielten 21 neue, qualifizierte Mitarbeiter einen Arbeitsvertrag. Darüber hinaus ermöglicht das Unternehmen 38 Leiharbeitern ab dem 1. März eine Festanstellung. Mit dieser Maßnahme kommt das E/D/E auch Anstrengungen der Politik nach, die diese Art von Beschäftigung unterstützt, um Menschen über die Leiharbeit wieder in ein festes Arbeitsverhältnis zu überführen. Bei der personellen Weiterentwicklung des Unternehmens will die Geschäftsführung jetzt und auch in Zukunft nicht nur auf aktuelle wirtschaftliche Entwicklungen schauen, sondern langfristig denken und handeln. Insofern richtet sich die Aufstockung der Beschäftigten auch auf künftige Herausforderungen im E/D/E aus. Ungeplant hat das E/D/E zu Beginn des Jahres zwei weiteren jungen Menschen, deren Ausbildungsunternehmen in Insolvenz gegangen ist, adäquate Ausbildungsplätze gestellt. Dass das E/D/E ein sehr attraktiver Arbeitgeber ist, beweist die Zahl der Bewerbungen. „4300 Bewerbungen gingen 2009 bei uns ein, im Vorjahr waren es 2700“, sagt Adorf. Allein 850 entfielen auf neue Ausbildungsstellen. Das E/D/E präsentiert sich seit Jahren als gefragter Ausbildungsbetrieb, der für seine Ausbildungen und für die Vielzahl seiner Ausbildungsberufe bekannt ist. Auf diese Weise bietet das E/D/E beste Zukunftschancen. Mitten in der allgemeinen Wirtschaftskrise legte der Mittelständler 2009 mit 49 Auszubildenden einen neuen Ausbildungsrekord hin. Nie zuvor wurden so viele junge Menschen beim E/D/E ausgebildet. Dass der Mittelstand in der allgemeinen Wirtschafts- und Finanzkrise ein wesentlicher Treiber des Arbeitsmarktes ist, zeigt sich auch bei den Mitgliedsunternehmen des E/D/E. In diesen ausschließlich mittelständisch geprägten Familienunternehmen blieb die Zahl der Mitarbeiter konstant. Zusammen beschäftigen die Firmen rund 24.000 Mitarbeiter. Sie bilden außerdem etwa 4000 junge Menschen zu qualifizierten Fachkräften aus.
Das E/D/E strebt im laufenden Geschäftsjahr ein bescheidenes Wachstum von 3,3 Prozent an. Allerdings verlief der Start eher verhalten. In den ersten sechs Wochen musste das Unternehmen zunächst einen Rückgang beim Gesamtumsatz um 5,6 Prozent hinnehmen. Erwartet wird 2010 für die Branche des Produktionsverbindungshandels bestenfalls eine Seitwärtsbewegung auf dem Niveau von 2009. „Dies ist sicherlich keine Wunschentwicklung, aber auch keine Katastrophe. Es gilt, sich auf dieses Niveau einzustellen, Kosten und Strukturen weiter anzupassen und die ruhige, aber wettbewerbsintensive Phase zu nutzen, um die richtigen Instrumente für einen ab 2011 schrittweise beginnenden Trend nach oben aufzupolieren“, sagt Adorf. Baunahe Bereiche werden im laufenden Jahr tendenziell als stabil eingestuft. Ein leichtes Wachstum ist möglich, etwa durch Förderprogramme und Energieeinsparung. In den industrienahen Bereichen ist kaum mit einer Erholung zu rechnen. Im Gegenteil ist hier sogar ein erneuter leichter Rückgang nicht auszuschließen. Verlässliche Aussagen im Stahlbereich sind nur schwer zu treffen, da er in hohem Maße von internationalen Preisentwicklungen abhängig ist. Zunehmend problematisch dürfte sich die Gewährung von Bankkrediten für den Handel und für nachgelagerte Kundenkreise darstellen. Das restriktive Verhalten der Kreditversicherer erhöht außerdem zusätzlich Forderungsrisiken für die Händler. Es ist des Weiteren davon auszugehen, dass das Wettbewerbsverhalten an Härte zunimmt und sich der Druck auf die Renditen erhöht. In der Folge werden Strukturveränderungen sowohl im Handel als auch auf der Herstellerseite zunehmen. Die Umsatzergebnisse des E/D/E im Geschäftsjahr 2009 zeigen, dass die Mitgliedsfirmen sich im Wettbewerb gut geschlagen haben. Sie haben auch im laufenden Jahr realistische Chancen, weitere Marktanteile hinzuzugewinnen und aufgrund verbesserter interner Strukturen akzeptable Ergebnisse zu erwirtschaften. „Zugleich arbeiten wir im E/D/E weiter mit hoher Intensität daran, die Service-Angebote und Dienstleistungen für unsere Mitglieder zu verbessern, sei es im Bereich der EDV oder des eBusiness, beim Zentraleinkauf oder bei Vermarktungskonzepten“, sagt Adorf. Als wesentlicher Bestandteil steht die Expansion innerhalb Europas in diesem Jahr im Fokus. Hier werden 2010 im Zuge der Gründung der Tochtergesellschaft E/D/E International und der Gründung der gemeinsamen Gesellschaft (Joint Venture) mit dem Schweizer Partner ZEEV erhebliche Investitionen in mehreren konkreten Projekten durchgeführt, etwa in Infrastruktur und in IT. Die neue Gesellschaft in der Schweiz wird „ZEDEV Einkauf und Service AG“ heißen und als ein Fullservice Einkaufs- und Marketingverbund agieren. Sitz des neuen Joint Ventures wird Zürich sein. Die „ZEDEV Einkauf und Service AG“ wird folgende Funktionen übernehmen: Zentrallager, Zentralregulierung, Zentraleinkauf, Handelsmarken-Vertrieb, Marketing und Datenmanagement. Ab 2011 erwartet das E/D/E wieder verstärkte Wachstumswerte. Die Investitionsplanung und die Personalpolitik sind bereits darauf ausgerichtet. „Unsere Wachstumsstrategie ‚Challenge 2012’ hat unverändert Gültigkeit. Möglicherweise müssen wir dieses Ziel um ein bis zwei Jahre nach hinten verschieben. Aber wir halten daran fest“, sagt Adorf.