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14.02.2011
E/D/E startet erfolgreich ins neue Jahrzehnt

Umsatzdelle 2009 mehr als ausgeglichen: 4,62 Milliarden Euro Gesamtumsatz, Strukturelle Neuausrichtung, personelle Aufstockung, 10 Prozent der Belegschaft sind ehemalige Leiharbeiter

Wuppertal/Düsseldorf – Das E/D/E hat mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr einen optimalen Grundstein für seine strategische Ausrichtung mit Blick auf das kommende Jahrzehnt geschaffen. In einem von überraschend stabilem Wachstum geprägten Jahr 2010 erreichte das Wuppertaler Familienunternehmen eine neue Höchstmarke beim Umsatz. Mit 4,62 Milliarden Euro schloss das E/D/E das Geschäftsjahr beim Umsatz so gut wie keines zuvor in seiner 80-jährigen Geschichte ab. Dies entspricht einer Steigerung um 541 Millionen Euro oder 13,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr (4,08 Milliarden Euro).

Damit liegt das E/D/E weit über der ursprünglich geplanten Steigerung von 3,3 Prozent. Mit diesem Umsatzergebnis gelang es zugleich, sich vom allgemeinen Branchentrend im Produktionsverbindungshandel positiv abzusetzen. „Nach anfänglichen Schwächen in den ersten beiden Monaten 2010 wurden unsere Erwartungen in jedem Fall übertroffen. Alle unsere Warenbereiche konnten ab März ein sehr stabiles Wachstum hinlegen“, sagt Hans-Jürgen Adorf, Vorsitzender der E/D/E Geschäftsführung.

Neue Strukturen und personelle Aufstockung

Der Jahresüberschuss liegt bei rund 24 Millionen Euro, der Cashflow lag 2010 bei 31,3 Millionen Euro. Damit ist das E/D/E in der Lage, sein Eigenkapital um mehr als 5 Millionen Euro auf rund 240 Millionen Euro aufzustocken. „Mit diesem Polster sind wir fit für die Zukunft, können den Aufbruch ins neue Jahrzehnt mit großem Engagement angehen und werden unsere geplanten Aktivitäten für die kommenden Jahre pünktlich umsetzen“, sagt Adorf. Einher geht damit ein struktureller Umbau des E/D/E. „Spezialisierung statt Generalisierung“ lautet das Motto. So wurden aus dem bisherigen Geschäftsbereich I die Einheiten Schweißtechnik, Betriebseinrichtungen, Elektrowerkzeuge und Importe in einen neuen Geschäftsbereich III ausgegliedert. Im Geschäftsbereich I verbleiben Handwerkzeuge, Präzisionswerkzeuge und Maschinen. Auf diese Weise werden die jeweiligen Fachbereiche weiter gestärkt. Die bisherigen Bereiche Organisation/IT/Qualitätsmanagement und eBusiness wurden zu eigenständigen Geschäftsbereichen hochgestuft. Damit trägt das E/D/E der Wichtigkeit dieser beiden Einheiten bei der zukünftigen Ausrichtung des Unternehmens Rechnung.

Auch personell passt sich das E/D/E dieser neuen Struktur an. Bei der Zahl seiner hoch qualifizierten Fachkräfte und bei seinen Führungskräften stockt das E/D/E deutlich auf. Die Prokuristenebene wurde bereits um drei leitende Angestellte auf 14 Geschäftsbereichsleiter erweitert und die Ebene der Teamleiter wird um mehrere Positionen ausgebaut. Über 40 weitere Arbeitsplätze sollen in den kommenden Wochen besetzt werden. Dies bezieht sich auch auf den expandierenden Geschäftsbereich Europa. Im Rahmen der baldigen Gründung der Tochtergesellschaft E/D/E International, in der alle internationalen Aktivitäten des E/D/E zusammenlaufen, wird auch dort personell ausgebaut.

 „Ziel ist es, insgesamt bei Service und Dienstleistung für unsere Mitgliedsunternehmen die Marktführerschaft weiter auszubauen“, sagt Adorf zur Begründung für den strukturellen Umbau und die personelle Aufstockung. Angesichts der großen Herausforderungen und der umfangreichen Projekte in den kommenden Jahren wird darüber hinaus auch die Unternehmensführung im Laufe des ersten Halbjahres von drei auf vier Geschäftsführer erweitert.

Stabiles Wachstum in den Warenbereichen

In allen Warenbereichen verzeichnete das E/D/E 2010 ein sehr stabiles Wachstum. Besonders abheben konnte sich der Stahlbereich mit einem Gesamtumsatz von 616 Millionen Euro (plus 39,4 Prozent). „Die Industrie, vor allem Maschinenbau, Automotive, Handwerk und der Baubereich meldeten gute Daten, die Nachfrage nach Stahl stieg“, begründet E/D/E Chef Adorf die positive Entwicklung. Neue Mitglieder haben dem Fachbereich Zusatzumsätze beschert.

Im ehemaligen Geschäftsbereich I (Werkzeuge, Maschinen und Betriebseinrichtungen) und im Geschäftsbereich II (Technischer Handel, Arbeitsschutz, Bau- und Möbelbeschläge, Sicherheitstechnik, Bauelemente, Befestigungstechnik, Baugeräte/Bedachung, Werkstattmaterial) machte sich der konjunkturelle Aufschwung ebenfalls deutlich bemerkbar. So entwickelten sich im Geschäftsbereich I (1,2 Milliarden Euro, plus zehn Prozent) die Aktivitäten spürbar durch die im Jahresverlauf angezogene Investitionsbereitschaft.

Der Fachbereich Präzisionswerkzeuge etwa legte infolge der positiven Entwicklung des Maschinenbaus und der metallverarbeitenden Industrie um 23,3 Prozent auf 116 Millionen Euro zu. Handwerkzeuge kamen aufgrund der guten Beschäftigungslage im Handwerk mit einer Steigerung von fast zehn Prozent auf 251 Millionen Euro Umsatz. Deutlich erholt hat sich auch der Markt für Maschinen und Werkzeuge für die Holzbearbeitung mit einem Plus von 9,7 Prozent auf 94,4 Millionen Euro. Der Fachbereich Betriebseinrichtung, dessen Entwicklung maßgeblich von der Investitionsbereitschaft der Industrie beeinflusst wird, stellte ab dem zweiten Quartal 2010 eine spürbare Belebung der Geschäftsaktivitäten fest und kam am Ende auf einen Umsatz von 192,9 Millionen Euro (plus 9,5 Prozent). Trotz angezogener Konjunktur hat sich der Fachbereich Schweißtechnik nur langsam vom negativen Einfluss der Finanz- und Wirtschaftskrise erholt. Mit einem Umsatz von 34,5 Millionen Euro konnte das Jahr 2010 dennoch mit 10,7 Prozent über Vorjahresniveau abgeschlossen werden. Die Geschäftsentwicklung im baunahen Fachbereich Elektro- und Druckluftwerkzeuge übertraf 2010 die Erwartungen. Der konjunkturelle Aufschwung in Industrie und Handwerk hat dort zu einem Plus von über acht Prozent auf 446 Millionen Euro Umsatz geführt.

Im Geschäftsbereich II (1,8 Milliarden Euro, plus neun Prozent) basiert das positive Ergebnis ebenfalls auf der sehr stabilen Baukonjunktur, die auch noch im Projektbereich 2010 durch Förderprogramme der Bundesregierung weiter gestärkt wurde. Ordentlich Rückenwind bescherte zudem die gute Auftragslage in der Industrie. Diese Ausgangssituation hat den Bereich Technischer Handel/Arbeitsschutz geradezu beflügelt, was zu einem Wachstum um 17,7 Prozent auf 470 Millionen Euro führte. Auch die Bauwelt im Geschäftsbereich II glänzte mit einem Umsatz von 1,3 Milliarden Euro, was einer Steigerung von sechs Prozent entspricht. Der Fachbereich Bauelemente legte um 5,8 Prozent auf 218 Millionen Euro zu.

Baugeräte zogen um zehn Prozent auf 121 Millionen Euro an. Befestigungstechnik wuchs um 5,4 Prozent auf 144 Millionen Euro. „Ein Großteil der 2009 nicht realisierten Aus- und Umbauten, sowie zahlreiche gestoppte Renovationsarbeiten wurden 2010 aktiviert. Darüber hinaus hat das Konjunkturpaket II der Bundesregierung nennenswert geholfen“, sagt Adorf. So gelang etwa im Fachbereich Bau- und Möbelbeschläge erstmals eine Umsatzsteigerung auf über 800 Millionen Euro, konkret auf 802 Millionen, was einem Wachstum von 5,4 Prozent entspricht. Bestes Resultat erzielten Fensterbeschläge mit einem Plus von 9,0 Prozent. Hier wirken sich vor allem die energiesparenden Investitionen im öffentlichen Baubereich sowie im institutionellen Sektor besonders aus.

Kräftig zulegen konnte 2010 erneut der Geschäftsbereich Haustechnik mit einem Umsatzwachstum von 14,6 Prozent auf 916 Millionen Euro. Getragen wurde der Geschäftsbereich neben neu hinzu gewonnenen Mitgliedern besonders durch die Aktivitäten der Vereinigung von Großhändlern für Haustechnik, Marketing und Vertrieb GmbH (VGH) und durch die Kooperation Mittelstands Allianz Haustechnik (mah). Gemeinsam können sie inzwischen auf 18 Mitgliedsunternehmen verweisen. Beide Kooperationsgruppen repräsentierten im E/D/E 2010 ein Umsatzvolumen von 550 Millionen Euro.

4,1 Milliarden Euro Umsatz in Deutschland

Der Heimatmarkt Deutschland besitzt für das E/D/E weiterhin einen sehr hohen Stellenwert. So kam das Inlandsgeschäft auf einen Anteil von 4,1 Milliarden Euro (plus 13,3 Prozent) vom Gesamtumsatz. Zugleich aber nimmt der europäische Markt (518 Millionen Euro, plus 13,1 Prozent) in der Zukunft einen immer zentraleren Bereich im Unternehmen ein. Seit neun Jahren besitzt der europäische Markt im Rahmen der E/D/E Wachstumsstrategie eine besondere Bedeutung. Seither konnten in vielen Ländern E/D/E Konzepte erfolgreich eingeführt werden. Als Europas größter Einkaufsverbund im Produktionsverbindungshandel ist das E/D/E außerhalb Deutschlands mit Mitgliedern und Kooperationen in 25 Ländern vertreten.

„Unserer Strategie folgend, erfolgreiche Konzepte an lokale Marktgegebenheiten anzupassen und für unsere lokalen Partner maßgeschneiderte Wachstumskonzepte zu entwickeln, konnten wir 2010 einen weiteren wichtigen Schritt zur Internationalisierung des E/D/E gehen“, sagt Adorf. Langfristiges Ziel sei die Gründung weiterer Tochtergesellschaften im Ausland und der Ausbau des E/D/E Repräsentanten-Netzes. Mit der ZEDEV Einkauf und Service AG in der Schweiz nahm die erste ausländische Tochtergesellschaft ihre Geschäftstätigkeit Mitte 2010 pünktlich und erfolgreich auf. Seit August 2010 steht den Schweizer Händlern ein funktionsfähiges Lager mit etwa 15.000 Artikeln zur Verfügung.

Obwohl die wirtschaftliche Entwicklung in den einzelnen Ländern Europas deutlich hinter der Marktentwicklung in Deutschland zurückblieb, konnte in allen europäischen Märkten der Umsatz ausgebaut werden. Einzige Ausnahme stellt Ungarn dar, hier wurde das Umsatzvolumen knapp gehalten. Ziel ist es, dass das Europa-Geschäft mittelfristig rund ein Viertel des E/D/E Gesamtumsatzes ausmacht.

Über 1000 Mitgliedsfirmen im Produktionsverbindungshandel

2010 konnten erneut zahlreiche Fachgroßhändler für die Zusammenarbeit mit dem E/D/E gewonnen werden. Entsprechend stieg die Mitgliederzahl im Bereich des Produktionsverbindungshandels (PVH) von 994 auf 1004, womit die Grenze von 1000 PVH-Mitgliedsunternehmen übersprungen werden konnte. Insgesamt konnte das E/D/E 21 Unternehmen im PVH hinzugewinnen, davon zehn mit Sitz im europäischen Ausland. Die Schwerpunkte der neuen Mitglieder liegen überwiegend in den Bereichen Stahl, Haustechnik, Arbeitsschutz, Werkzeug sowie Bauelemente. Der größte Umsatzzuwachs entfällt auf neue Händler in den Geschäftsbereichen Stahl und Haustechnik, bei den dort ansässigen Kooperationen der Vereinigung von Großhändlern für Haustechnik, Marketing und Vertrieb GmbH (VGH) sowie der Mittelstands Allianz Haustechnik (mah).

Der Mitgliederverlust im PVH lag 2010 bei elf Unternehmen. Hauptgründe für die Mitgliederverluste waren Unternehmensverkäufe, Finanzprobleme und Geschäftsaufgaben aufgrund fehlender Nachfolger. Im Einzelhandel (ZEUS) hat sich die strukturbedingte Marktbereinigung weiter fortgesetzt. Die Gründe für die Mitgliederverluste sind wie in den vergangenen Jahren in erster Linie Nachfolge- und Rentabilitätsprobleme. Entsprechend hat sich die Zahl der Einzelhandelsmitglieder von 392 auf 376 reduziert.

Über zehn Prozent der Mitarbeiter sind frühere Leiharbeiter

Im April erreicht das E/D/E wieder einen neuen Höchststand an Mitarbeitern. Dann werden 795 Menschen bei dem Wuppertaler Mittelständler beschäftigt sein. Grund ist die erneute Übernahme weiterer 30 Leiharbeiter in ein festes Arbeitsverhältnis. Damit hat das E/D/E innerhalb eines Jahres knapp 90 ehemalige Leiharbeiter fest angestellt. Mit dieser Maßnahme kommt das E/D/E auch Anstrengungen der Politik nach, die in dieser Art von Beschäftigung eine gute Chance sieht, um Menschen über die Leiharbeit wieder in ein festes Arbeitsverhältnis zu überführen. „Bei der personellen Weiterentwicklung unseres Unternehmens will die Geschäftsführung jetzt und auch in Zukunft nicht nur auf aktuelle wirtschaftliche Entwicklungen schauen, sondern langfristig denken und handeln“, sagt der für Personal zuständige E/D/E Geschäftsführer Dr. Andreas Trautwein. Da das E/D/E in den kommenden Wochen zusätzlich mindestens 40 weitere Fachkräfte einstellen möchte, steigt die Zahl der Mitarbeiter auch in den kommenden Wochen weiter.

Ausblick 2011: Erneutes Wachstum erwartet

Viele Faktoren deuten darauf hin, dass auch im laufenden Geschäftsjahr mit einem stabilen Wachstum zu rechnen ist. Erhebungen in der Branche signalisieren je nach Zielgruppen Zuwachsraten von drei bis acht Prozent. Stagnation oder rückläufige Werte erwartet niemand. Das E/D/E plant im laufenden Geschäftsjahr mit einem Umsatzwachstum von 5,7 Prozent auf rund 4,88 Milliarden Euro. Die ersten sechs Wochen verliefen außerordentlich schwungvoll mit zweistelligen Wachstumsraten. Dies wird sich nach Einschätzungen des E/D/E in den nächsten Monaten im einstelligen Bereich einpendeln.

„Vorsicht bleibt aber weiter angesagt. Die unerwarteten und plötzlich aufgetretenen Trendumkehrungen nach oben und unten in den vergangenen beiden Jahren hatte kaum jemand auf der Rechnung. Planungen sind angesichts der immer kürzeren Zyklen schwierig“, sagt E/D/E Chef Adorf. Die operative Exzellenz im Tagesgeschäft und ein optimaler Service für die Mitglieder stehen für das Wuppertaler Familienunternehmen im Blickpunkt des Jahres 2011: Mit seiner neu gestarteten Service-Initiative „First-class-Service 48“ garantiert das E/D/E seinen Kunden, Vorgänge so schnell wie möglich und binnen 48 Stunden nachvollziehbar zu erledigen.

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