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16.05.2018
E/D/E Forum Bauelemente 2018: Kommunikation, Netzwerk und Perspektive

Aktuelle Trends, detaillierte Informationen zur Lage der Bauelemente-Branche und die Zukunft der Bauwirtschaft: Das und vieles mehr bot das 8. E/D/E Forum Bauelemente. Über 100 Entscheider aus Handel und Industrie der deutschen Bauelemente-Branche trafen sich dazu am 26. April in Hamburg.

Wuppertal/Hamburg – Wie wird die Zukunft der Baubranche aussehen? Welche Trends und Chancen ergeben sich für die Bauzulieferer? Wie lässt sich Service forcieren und als Wettbewerbsvorteil nutzen? – Diese und viele weitere Fragen diskutierten über 100 Unternehmer und andere Top-Führungskräfte der Branche und die Referenten des E/D/E Forums Bauelemente am 26. April in Hamburg. „Florian Kaiser, Sabine Hübner und Jan Tulke haben gemeinsam mit den Teilnehmern einen Blick in die Zukunft geworfen. Die Experten für Trends, Service und Chancen haben nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch zum Nach- und Umdenken angeregt“, sagt Frank Brandenburg, Geschäftsbereichsleiter im E/D/E und verantwortlich für den Bereich Bauelemente.

Florian Kaiser, Leiter des Geschäftsbereichs Bauzulieferindustrie bei der Unternehmensberatung Dr. Wieselhuber & Partner, stellte in seinem Vortrag „Megatrends und Chancen für die Bauzulieferer“ die Chancen und vielfältigen Aspekte der Digitalisierung vor. Voll integrierbare und steuerbare Fenster, die Scheibe als Heizung oder als Flüssigkristall-Bildschirm – dies sind nur einige Beispiele, die Kaiser den Teilnehmern zum großen Trend „Smart Home“ aufzeigte. Auf dem Weg zur immer breiteren Akzeptanz dieser Systeme, getrieben durch Digitalisierung und Sprachsteuerung sowie durch Sicherheitsbedürfnisse, bieten sich enorme Chancen für den Fachhandel, da die immer komplexer und anspruchsvoller werdenden Produkte und Systeme erklärungsbedürftig sind. Um dies glaubwürdig darzustellen, müssten Verarbeiter und Händler auf diesem Gebiet kontinuierlich geschult werden und sich weiterbilden. Die Herausforderung für die Händler sei es, mit dem aktuellen Wissen den steigenden Ansprüchen der Endkunden in Sachen Beratungsqualität gerecht zu werden. Kaiser: „Um die Bedürfnisse der Endkunden zu erfüllen, muss der Dialog zwischen Herstellern, Handwerkern, Fachplanern und Auftraggebern stimmen. Durch digitale Lösungen wird er vielfältiger und intensiver – wichtig ist dabei, sich auf die Themen zu konzentrieren, die konkreten Nutzen stiften.“

Die Unternehmerin und Vordenkerin Sabine Hübner stellte das Thema „Service im digitalen Zeitalter“ in den Fokus. Ihr Vortrag war eine sehr gelungene Mischung aus Fachexpertise, einprägsamen Beispielen und Humor. Basis einer guten Servicekultur ist das Erkennen der Bedürfnisse der Kunden. Zum anderen geht es darum, sich individuell vom Wettbewerb abzuheben: Also, Persönlichkeit zu zeigen und die digitale und die analoge Welt miteinander zu verknüpfen. Dienstleistungen müssen inszeniert und eingängig kommuniziert, der Kundennutzen erlebbar gemacht werden, damit der Kunde versteht, welchen Mehrwert er geboten bekommt. Genau das ist die Herausforderung für Unternehmen: In der Kommunikation und im Verkauf heraushören, welche Bedürfnisse und Wünsche die unterschiedlichen Zielgruppen haben und diese vorausschauend und individuell mit passgenauen Dienstleistungen zu bedienen.

Um das Thema „Digitalisierung im Bauwesen“ drehte sich der Vortrag von Dr.-Ing. Jan Tulke. Als Geschäftsführer der Gesellschaft zur Digitalisierung des Planens, Bauens und Betreibens mit Sitz in Berlin gab Tulke Einblicke in den „Stufenplan Digitales Planen und Bauen“ des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur. Dieser definiert ein Leistungsniveau, das bis 2020 erreicht werden muss. Aber auch im Bundeshochbau und den Landesregierungen gibt es ambitionierte Ziele zur Einführung der digitalen Arbeitsweise. Tulke wies darauf hin, dass die Digitalisierung im Bauwesen in Deutschland auf breiter Front voranschreitet. Eine genaue Beobachtung der Zielgruppen sei erforderlich für Händler und Handwerk, damit neue Geschäftsmodelle entwickelt werden und Prozesse an die sich verändernden Rahmenbedingungen angepasst werden könnten. Es sei wichtig, mögliche Veränderungen durch den dynamischen Wandel der Digitalisierung für den eigenen Geschäftsbereich rechtzeitig zu erkennen und mitzugestalten, um am Ende nicht überrascht zu werden. Von zentraler Bedeutung sei hierbei die zukünftige Nutzung von Bauwerksmodellen sowie die Bereitstellung von digitalen Produktdaten.

Diesen Faden nahm Dr. Christoph Grote, E/D/E Geschäftsführer Ware und Vertrieb auf: „Das E/D/E steht vor den selben herausfordernden Chancen wie seine Mitgliedsunternehmen und Lieferanten. Aus diesem Grund haben wir bereits 2016 unseren Strategie- und Organisationsentwicklungsprozess EVOLUTION gestartet, um uns mit Blick auf die Veränderungen der Marktlogiken und der Wertschöpfungskette zukunftsfest aufzustellen“, sagte er. „Ganz im Sinne des Vortrags von Sabine Hübner zum Thema Serviceinnovation wurde 2016 eine Innovative Stakeholderanalyse ISA im Zeichen des „Zuhörens“ gestartet. 2017 wurden die Ergebnisse intensiv ausgewertet, um im Sinne eines Dreiklangs von „zuhören“, „verstehen“, „handeln“ einen Schritt weiter zu gehen. Auf dieser Basis wurden die Prioritäten für den vor uns liegenden Weg definiert.

Themen der Digitalisierung für Handwerk und Industrie stellen für alle Marktteilnehmer hohe neue Anforderungen. Entsprechend investiert das E/D/E verstärkt in digitale Anbindungslösungen, moderne E-Commerce-Systeme, individuelle Katalogkonzepte sowie effizienzsteigernde Logistikerweiterungen.

Im vergangenen Jahr haben wir deshalb unsere Leistungen auf den von uns identifizierten Zukunftsfeldern weiterentwickelt im Hinblick auf die Stärkung unserer Partner in deren Tagesgeschäft.“

Das Schlusswort sprach Frank Brandenburg: „Mit unserem Forum, das der E/D/E Fachkreis PRO.ELEMENT alle zwei Jahre organisiert, möchten wir mit wichtigen Themen der Branche Denkanstöße geben und Lösungsansätze bieten Die hohe Präsenz von Unternehmern und von Top-Führungskräften der Bauelemente-Branche zeigt, dass sich das Forum großen Interesses erfreut. Eine Veranstaltung wie das Forum Bauelemente soll einen Mehrwert bieten: sich auszutauschen und innovative Ideen zu entwickeln. Wir freuen uns erneut über ein durchweg positives Feedback der Teilnehmer“, resümiert Brandenburg. „Es zeigt, dass ein Blick über den Tellerrand hilfreich und notwendig ist, um die eigenen Chancen zu erkennen und daraus individuelle Möglichkeiten abzuleiten. Letztlich geht es immer darum, die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und auszubauen. Im PVH bewegt sich gerade sehr viel. Wir blicken auf spannende Zeiten mit zahlreichen Veränderungen.

Download als PDF: E/D/E Forum Bauelemente 2018: Kommunikation, Netzwerk und Perspektive

Pressebilder zum Download: 

Foto1_Forum Bauelemente: Dr. Christoph Grote, E/D/E Geschäftsführer Ware und Vertrieb, begrüßte die Teilnehmer des 8. Forum Bauelemente.

Foto2_Forum Bauelemente: Frank Brandenburg, E/D/E Geschäftsbereichsleiter Bau, war von den Vorträgen der Referenten begeistert.

Foto3_Forum Bauelemente: Über 100 Unternehmer und Top-Führungskräfte der Bauelemente-Branche nahmen an der Veranstaltung am 26. April 2018 in Hamburg teil.

Bildnachweise: E/D/E

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