Das Wuppertaler Familienunternehmen E/D/E legte punktgenau zu seinem 80-jährigen Bestehen das erfolgreichste Geschäftsjahr seiner Geschichte hin. Erstmals gelang dem Mittelständler der Sprung über die Umsatzgrenze von fünf Milliarden Euro. So kam das E/D/E 2011 auf einen Gesamtumsatz von 5,2 Milliarden Euro. Dies entspricht einer Steigerung um 588 Millionen Euro oder 12,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr (4,62 Milliarden Euro). „Einem sensationellen ersten Quartal (plus 23,8 Prozent) folgten zwei weitere starke Quartale (plus 13,0 bzw. 11,7 Prozent) und ein etwas ruhigeres letztes Quartal (plus 4,0 Prozent). Damit konnten wir unsere Marktführerschaft im Produktionsverbindungshandel in Deutschland und in Europa weiter ausbauen“, sagt Hans-Jürgen Adorf, Vorsitzender der E/D/E Geschäftsführung.
Auch die Unternehmensergebnisse haben wieder Topniveau erreicht.
Der Jahresüberschuss erreichte 30,4 Millionen Euro, der Cashflow lag 2011 bei 37,8 Millionen Euro. In Fortführung der konsequent verfolgten Unternehmenspolitik der Innenfinanzierung können wiederum mehr als 90 Prozent des Jahresüberschusses dem Eigenkapital zugeführt werden. Das konsolidierte Eigenkapital des E/D/E Konzerns erreicht dann 2011 einen Wert von rund 267 Millionen Euro. „Mit diesem nochmals um fast 30 Millionen Euro gesteigerten Eigenkapital können wir weiter unabhängig agieren. Alle unsere im Rahmen unserer Wachstumsstrategie „Challenge 2012“ und der Initiative „First-class-Service 48“ begonnenen und noch geplanten Aktivitäten können mit diesem finanziellen Polster pünktlich und aus eigener Kraft umgesetzt werden“, sagt Adorf.
CHALLENGE 2012: Endspurt
„Mit Beginn des neuen Jahres haben wir den Schlussspurt unserer Wachstumsstrategie CHALLENGE 2012 gestartet. Es ist schon jetzt absehbar, dass dieses Strategieprojekt Ende des Jahres ausgesprochen erfolgreich abgeschlossen werden kann“, sagt Adorf. Auch wenn das Krisenjahr 2009 eine Punktlandung beim Umsatz zunichte gemacht hat, so erreicht das E/D/E dennoch mehr als 90 Prozent seines damals festgelegten Umsatzzieles von sechs Milliarden Euro für 2012. „Viele andere strategische und operative Ziele hingegen haben wir bereits Anfang 2012 erreicht oder übertroffen. Dazu zählen unsere gestärkte Marktposition, unsere Mitgliederstruktur, unsere Kapital- und Investitionskraft, unser Einstieg in Europa, unsere Logistikkompetenz und nicht zuletzt unsere eigene ETRIS BANK. Wir haben damit die Wettbewerbsfähigkeit unserer Mitglieder deutlich verbessern können. Insofern sind wir mit großer Dankbarkeit, Zufriedenheit und einer großen Portion Zuversicht ins Jahr 2012 gestartet“, sagt Adorf.
E/D/E Tochter ETRIS BANK nimmt Geschäftsbetrieb auf
2011 setzte das E/D/E ein wichtiges Meilensteinprojekt um. Nach Erteilung der Banklizenz durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und die Bundesbank wurde im Frühjahr die ETRIS BANK gegründet. Ihren Geschäftsbetrieb nahm die Bank wie geplant am 1. Januar 2012 auf. Als Spezialinstitut für Zentralregulierung, Zahlungsverkehr und Handelsfinanzierung übernimmt sie schrittweise das Finanzgeschäft des E/D/E. Da sich die Bank auf Partnerunternehmen innerhalb der Branche konzentriert, bleibt der enge Schulterschluss von Mitgliedern, Vertragslieferanten und E/D/E oberstes Prinzip. Die mit der Gründung der ETRIS BANK verbundenen neuen Zugangswege zum Kapitalmarkt bieten dem E/D/E und seinen Partnern perspektivisch zusätzliche Handlungsalternativen.
Umsatzwachstum in allen sieben Warenbereichen
Alle sieben Warenbereiche des E/D/E verzeichneten 2011 Umsatzsteigerungen zwischen 3,5 Prozent (Beschläge) und 32 Prozent (Stahl). Für die Entwicklung in den Bereichen waren die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen günstiger als zunächst angenommen. Denn trotz der internationalen Wirtschafts- und Finanzkrise vermeldeten nahezu alle Händler im Produktionsverbindungshandel (PVH) Umsatz- und Rohertragszuwächse. Besonders abheben konnte sich der Stahlbereich (Union Stahl-Handel) mit einem Gesamtumsatz von 815,5 Millionen Euro (plus 32,3 Prozent). Neben dem durchschnittlich etwas höheren Preisniveau gegenüber dem Geschäftsjahr 2010 haben 13 neue Mitgliedsunternehmen im Stahlbereich 2010 und 2011 mit einem Anteil von über 100 Millionen Euro oder 14 Prozent stark zu dieser Umsatzentwicklung beigetragen. „Die sehr gute Konjunktur in Deutschland in allen Bereichen hat den großen Stahlbedarf unterstützt. Maschinenbau, Automotive, Bauindustrie und Stahlbau waren die tragenden Säulen dieses sehr guten Mengenaufkommens“, sagt Adorf. Zu Beginn des neuen Jahres wurden neue Grundlagen in der Union Stahl-Handel für weiteres Wachstum 2012 verabschiedet.
Im Geschäftsbereich Werkzeuge, Maschinen, Betriebseinrichtungen konnte mit exakt 1,3 Milliarden Euro Gesamtumsatz (plus 13,2 Prozent) eine neue Höchstmarke erreicht werden. Damit wurde das bisherige Spitzenergebnis aus 2008 um nochmals etwa 100 Millionen Euro überschritten und unterstreicht die traditionelle Kernkompetenz des E/D/E in diesem Geschäftsbereich. Die überdurchschnittlich gute Auftragslage im ersten Halbjahr in der Metall verarbeitenden Industrie, im Maschinen- und Anlagenbau sowie in der Automobilindustrie und volle Auftragsbücher in den Handwerkszweigen haben im ersten Quartal ein Wachstum von 19,0 Prozent ermöglicht, im zweiten und dritten Quartal 15,5 bzw. 12,8 Prozent und im letzten Quartal immerhin noch Steigerungen von 6,6 Prozent ermöglicht. Die fortschreitende Entwicklung mehrerer Fachkonzepte sowie der schrittweise Ausbau der Zentralregulierung haben in Europa einen Wachstumsschub von über 25 Prozent in diesem Geschäftsbereich erbracht. Hier werden für die nächsten Jahre erhebliche Potenziale gesehen.
In den Fachbereichen Handwerkzeuge und Präzisionswerkzeuge konnte mit einem Gesamtumsatz von 532,7 Millionen Euro das bisher erfolgreichste Geschäftsjahr verbucht werden. Das Ergebnis entsprach einem weiteren Plus von 12,2 Prozent. Geplant waren 7,3 Prozent. Die überdurchschnittlich gute Auftragslage im ersten Halbjahr in der Metall verarbeitenden Industrie hat sich insbesondere in den Bereichen Maschinenbau und Automobil positiv auf die Umsatzerlöse 2011 im Fachbereich Präzisionswerkzeuge ausgewirkt. Die europäischen Mitglieder mit der Ausrichtung auf das Industriegeschäft haben sich besonders positiv entwickelt. Insgesamt erzielte der Fachbereich 135,5 Millionen Euro (plus 17 Prozent) Umsatz. Im Fachbereich Handwerkzeuge hat sich die positive Entwicklung weiter fortgesetzt. Mit einem Umsatzzuwachs von 10,3 Prozent wurde ein Gesamtumsatz von 276,8 Millionen Euro erreicht.
In den Fachbereichen Betriebseinrichtungen, Elektrowerkzeuge und Schweißtechnik konnte mit einem Gesamtumsatz von 768 Millionen Euro (plus 14 Prozent) kräftig zugelegt werden. Der schon in der zweiten Jahreshälfte 2010 eingeleitete Konjunkturaufschwung der deutschen Wirtschaft hat sich besonders positiv auf das erste Halbjahr 2011 ausgewirkt. Hier waren in den wichtigsten Industriesektoren von Jahresbeginn an volle Auftragsbücher zu verzeichnen. In allen Handwerkszweigen gab es sehr gute Auftragslagen. Die relevanten Wirtschaftsbereiche, wie der Anlagen- und Maschinenbau, profitierten von hohen Exportvolumina.
Die von Investitionen der Industrie und des Handwerks abhängige Geschäftsentwicklung im Fachbereich Betriebseinrichtungen übertraf 2011 die Erwartungen deutlich. Durch die anhaltend gute Konjunkturlage konnte eine Umsatzsteigerung auf 222,6 Millionen Euro (plus 15,4 Prozent) erzielt werden. Entgegen der insgesamt moderaten Marktentwicklung hat sich das Wachstum des E/D/E Fachbereichs Elektro- und Druckluftwerkzeuge mit ungebremster Dynamik auch 2011 fortgesetzt. So konnte mit einem Gesamtumsatz von 503,7 Millionen Euro (plus 12,8 Prozent) erstmals die bedeutende Umsatzschwelle von 500 Millionen Euro überschritten werden.
Erst 2011 ist in der Schweißtechnik der in anderen Branchen in 2010 verzeichnete Aufschwung angekommen. So konnte der Fachbereich 41,8 Millionen Euro Umsatz erzielen und das Vorjahr um 20,9 Prozent übertreffen. Überproportionale Zuwächse von mehr als 46 Prozent konnten unter anderem aufgrund des gewachsenen Umweltbewusstseins vieler Kunden im Bereich Absaugtechnik erreicht werden. Diese Entwicklung wird sich nach Auffassung führender Hersteller fortsetzen.
Im Geschäftsbereich Technischer Handel / Arbeitsschutz wurde mit einem Wachstum von 15,0 Prozent auf 540 Millionen Euro erstmals die Schwelle von 500 Millionen Euro deutlich übersprungen. Damit konnte der Umsatz binnen sieben Jahren verdoppelt werden. Der weitaus größte Teil der bedeutenden Spezialisten des Technischen Handels in Deutschland ist in verschiedenen Fachgruppen des E/D/E zusammengeschlossen. Es stehen differenzierte Fachkataloge in einer Gesamtauflage von 250.000 Exemplaren für die Händler zur Verfügung. Die Wirkung im Markt wird in der überproportionalen Umsatzentwicklung spürbar.
Innerhalb des Geschäftsbereiches blickt der Fachbereich Arbeitsschutz auf ein außergewöhnliches Geschäftsjahr zurück, mit einem Rekordumsatz von 332 Millionen Euro und einem Wachstum von 17,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Anfang 2011 hat die besondere Beschaffungssituation in Asien zu extremen Preis- und Liefersituationen geführt. Die Lage an den Rohstoffmärkten hat sich aber zum Ende des Jahres wieder weitgehend normalisiert. Der Fachbereich Technischer Handel ist um 22 Millionen Euro auf 208 Millionen Euro gewachsen. Das entspricht einem Plus von 11,6 Prozent.
In den bauorientierten Sektoren zählt der Fachbereich Beschläge ebenfalls zu den traditionellen Kernkompetenzen des E/D/E. Nahezu alle mittelständischen Beschlägefachhändler in Deutschland sind in den beiden Kooperationsgruppen EBH AG und Baubeschlag-Union innerhalb des E/D/E tätig. Mit 831 Millionen Euro Gesamtumsatz 2011 und einem Zuwachs 3,5 Prozent wurde die Schwelle von 800 Millionen Euro nach 2010 erneut geschafft. Während die ersten fünf Monate des Jahres noch zweistellige Zuwachsraten verzeichnen konnten, gab es ab Juni 2011 schwächere Umsatzwerte, zum Teil Rückgänge in einzelnen Monaten. Möbelbeschläge waren das gesamte Jahr über eher stagnierend, im letzten Quartal durchgehend rückläufig. Fensterbeschläge hatten zur Jahresmitte einige rückläufige Monate, konnten aber aufs Jahr gesehen dank exzellenter zweistelliger Wachstumsraten in den ersten fünf Monaten noch ein Jahresplus von 2,0 Prozent retten. Türbeschläge schlossen mit einem Wachstum von knapp vier Prozent ab. 2011 konnten für zahlreiche Mitglieder umfangreiche Fachkataloge für Tür- und Fensterbeschlag sowie Sicherheitstechnik in den Markt gebracht werden.
Der Fachbereich Bauelemente realisierte 2011 mit 232 Millionen Euro Umsatz (plus 6,5 Prozent) eine neue Bestmarke. Diskussionen um die Euro-Schuldenkrise haben sich bisher nicht negativ auf das Bauelementegeschäft ausgewirkt. Im Gegenteil: Die Bereitschaft, in Immobilien zu investieren, ist sowohl bei Neubauten als auch bei Renovierungsmaßnahmen und energetischen Erneuerungen weiter gestiegen.
Der Fachbereich Baugeräte erzielte 136 Millionen Euro Umsatz und damit eine Veränderung von 14 Millionen Euro oder 11,5 Prozent zum Vorjahr. Das Wachstum der E/D/E Mitglieder erreichte dabei alle wesentlichen Geschäftsfelder wie Verkauf, Vermietung und Werkstatt-Serviceleistungen.
Kräftig zulegen konnte 2011 der Geschäftsbereich Haustechnik mit einem Umsatzwachstum von 19,2 Prozent auf 1,001 Milliarden Euro. Dies ist umso beeindruckender im Vergleich zum gesamten deutschen Sanitär- und Heizungsgroßhandel, der für 2011 lediglich ein Wachstum von etwa sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr verzeichnete. Dabei entwickelten sich die einzelnen Warenbereiche im Markt 2011 unterschiedlich: Sanitär, mit den Produkten vor der Wand, mit 5,5 Prozent, die Installation mit 8,6 Prozent und der Heizungsbereich mit 5,5 Prozent. Dem Geschäftsbereich gelang damit erstmals der Sprung über die Umsatzgrenze von einer Milliarde Euro. „Dies ist eine großartige Entwicklung, bedenkt man, dass wir mit der Haustechnik 2007 gerade einen Umsatz von rund 600 Millionen Euro hatten“, sagt Adorf.
Die außergewöhnliche Entwicklung im Geschäftsbereich Haustechnik wird von den drei Mitgliedergruppen WUPPER-RING, VGH International und mah getragen. Alle Händlergruppierungen haben 2011 Wachstumsraten oberhalb der Marktentwicklung erreichen können. Insbesondere die VGH-Gruppe konnte in Europa durch weitere Neumitglieder weiter Fuß fassen und damit zweistellig wachsen (plus 12,4 Prozent). Die VGH ist derzeit die einzige mittelständische Händlergruppe in der Branche Haustechnik mit ausgeprägten Europa-Erfahrungen. Die intensive Zusammenarbeit mit dem E/D/E Geschäftsbereich Europa zahlt sich ganz offensichtlich aus.
EDE International AG erfolgreich gegründet
Neben dem wichtigen Heimatmarkt Deutschland rückt der europäische Markt wie geplant immer weiter in den Fokus des E/D/E. Als wichtiger Schritt zur weiteren Internationalisierung wurde im Dezember 2011 die EDE International AG mit Sitz in Zürich gegründet. Die neue Gesellschaft ist eine hundertprozentige Tochter des E/D/E und soll zukünftig alle Geschäftsaktivitäten außerhalb Deutschlands verantworten. Die Struktur der Gruppe folgt somit der klaren strategischen Ausrichtung und stellt sicher, dass der erfolgreiche Internationalisierungspfad des E/D/E beschleunigt fortgesetzt werden kann. „Die Bündelung der internationalen Geschäftsaktivitäten in einer selbstständigen Gesellschaft soll die lokale Anpassungsfähigkeit des Geschäftsmodells begünstigen und den Aufbau dezentraler Strukturen entscheidend unterstützen“, sagt Adorf.
Das Inlandsgeschäft des E/D/E kam 2011 auf einen Anteil von 4,61 Milliarden Euro (plus 12,4 Prozent). Doch auch im Ausland konnte das E/D/E die erfolgreiche Umsatzentwicklung als Europas führende Verbundgruppe im Produktionsverbindungshandel fortsetzen. So wurde das Geschäftsvolumen auf die Rekordmarke von gut 599 Millionen Euro ausgebaut (plus 15,6 Prozent). Zu den wachstumstreibenden Kernmärkten zählten vor allem die Benelux-Staaten, Österreich, die Schweiz, Frankreich, Spanien, Dänemark und Polen. In den kommenden Monaten wird EDE International insbesondere Projekte in Spanien und Frankreich forcieren, um die erfreuliche Entwicklung in diesen Ländern voranzutreiben.
Nach der erfolgreichen Positionierung der Handelsmarke FORMAT in Europa mit Belieferung aus dem eLC Logistik-Center im
24 / 48 Stunden-Service richten sich die Aktivitäten nun auf den Ausbau der Zentralregulierung in Europa. Dazu werden weitere Tochtergesellschaften und die ETRIS BANK wertvolle Unterstützung bieten.
19 neue Mitglieder im Produktionsverbindungshandel
Auch 2011 konnten weitere, leistungsstarke Fachgroßhändler für das E/D/E gewonnen werden. Insgesamt haben sich 19 Unternehmen aus dem Produktionsverbindungshandel mit einem Umsatzvolumen von zirka 50 Millionen Euro für das E/D/E dem Verband angeschlossen. Die Bedeutung der Auslandsentwicklung ist dabei am Zugewinn von sechs ausländischen Mitgliedern erkennbar. Neben großen Stahlhandelspartnern und Haustechnik-Unternehmen haben die neuen Mitglieder ihre Schwerpunkte in den Bereichen Arbeitsschutz, Technischer Handel, Beschläge, Werkzeuge und Schweißtechnik.
Im Geschäftsjahr 2011 waren insgesamt 26 Mitgliederabgänge mit einem Umsatzverlust für E/D/E von zirka 25 Millionen Euro zu verzeichnen. Hierbei handelt es sich meist um kleinere PVH- und Einzelhandels-Mitglieder. Hauptgründe im PVH waren Geschäftsaufgaben und Unternehmensverkäufe. Im Einzelhandelssektor (ZEUS) hat sich die Marktbereinigung – wenn auch gegenüber den Vorjahren abgeschwächt – weiter fortgesetzt. Nachfolgeprobleme und finanzielle Schwierigkeiten waren 2011 Hauptgründe für E/D/E Mitgliederabgänge im Einzelhandel. Ende 2011 ist die Anzahl der PVH Mitglieder nahezu unverändert und liegt nun bei 1005 Unternehmen. Die Anzahl der Einzelhandels-Mitglieder ist um acht Unternehmen auf 368 gesunken.
Erstmals über 800 Mitarbeiter im E/D/E
Die Anfang 2011 gestartete Personaloffensive verlief erfolgreich. Bis zum Jahresende erreichte das E/D/E einen neuen Höchststand an Mitarbeitern. Erstmals in der Unternehmensgeschichte beschäftigte das E/D/E mit 824 Mitarbeitern mehr als 800 Menschen. Im Bereich der Logistik hat das E/D/E erneut 18 Leiharbeitnehmer in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen. Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit im E/D/E liegt bei fast zehn Jahren. Gerade in inhabergeführten Mittelstandsunternehmen wie dem E/D/E besteht häufig eine große Verbundenheit der Mitarbeiter mit dem Unternehmen, teilweise – wie auch im E/D/E – über Generationen hinweg. „Gemeinsame Werte und Regeln, die Förderung von Selbstständigkeit und Selbstverantwortung sind Grundlagen unseres modernen Führungsstils“, sagt Adorf. „Die guten Leistungen unserer Mitarbeiter haben wir im vergangenen Jahr mit einer deutlichen Prämie honoriert.“
Ausblick 2012: Erneutes Wachstum geplant
Es sprechen viele Anzeichen dafür, dass auch das laufende Geschäftsjahr von einem stabilen Wachstum geprägt sein wird. Gerade das Handwerk, bedeutendste Kundenzielgruppe der E/D/E Händler, zeigt sich bisher resistent gegenüber der Wirtschafts- und Finanzkrise. Die Auslastung des Handwerks wird aller Voraussicht nach auch 2012 hoch sein. Ähnliches gilt für die Industrie. Auch hier liegen die Auftragseingänge auf hohem Niveau und lassen zumindest für das erste Halbjahr eine hohe Auslastung der Produktion erwarten. Je nach Zielgruppe ist mit Zuwachsraten zwischen drei Prozent und sechs Prozent im Markt zu rechnen.
Das E/D/E plant im laufenden Geschäftsjahr mit einem erneuten Umsatzwachstum von 4,8 Prozent auf 5,45 Milliarden Euro. Die ersten sechs Wochen des Jahres 2012 verliefen positiv und über Plan. Der bisherige Umsatzzuwachs beträgt rund 60 Millionen Euro, bzw. 11,4 Prozent. Sämtliche Warenbereiche sind weiterhin auf Wachstumskurs zwischen sechs (Haustechnik) und 20 Prozent (Stahl).
Unter diesen erfreulichen Bedingungen wird das E/D/E sein langfristiges Ziel innerhalb der Wachstumsstrategie „Challenge 2012“ nicht aus den Augen verlieren. Demnach soll bis Ende 2013, um ein Jahr zeitversetzt, die Grenze von sechs Milliarden Euro Gesamtumsatz übersprungen werden. „Wir werden ab Mitte des Jahres in unseren Führungsgremien die CHALLENGE 2020 erarbeiten. Es ist derzeit noch völlig offen, ob die CHALLENGE 2020 wiederum eine konsequente Wachstumsstrategie als Ergebnis haben wird. Es könnte auch eine Innovationsstrategie oder eine reine Europastrategie oder eine Kundenbindungsstrategie werden oder eine Kombination aus allem. Entscheidend ist, was unseren Mitgliedern in den nächsten acht Jahren zu größeren Marktanteilen verhilft und damit das E/D/E weiter stärkt. Zur Jahrespressekonferenz im kommenden Jahr wissen wir mehr“, sagt Adorf. Man darf auf 2013 gespannt sein, wenn E/D/E seine neue Zukunftsstrategie präsentiert.
Diese Presseinformation als PDF: E/D/E mit glänzenden Resultaten
Wolfgang Pott
Leiter Unternehmenskommunikation
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