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16.04.2021
Digitalisierung für den gesamten Bauprozess: E/D/E beauftragt Fraunhofer-Studie

Welche Rolle spielt Building Information Modeling (BIM) schon heute in der täglichen Baupraxis? Wie bewerten Hersteller und Handel die Perspektiven? Und was tun sie, um sich auf neue Herausforderungen rund um digitalisierte Prozesse vorzubereiten? Antworten liefert die Studie „BIM und Digitalisierung im Deutschen Eisenwarenhandel“, die das Fraunhofer-Institut für Bauphysik (IBP) im Auftrag des Einkaufsbüro Deutscher Eisenhändler GmbH (E/D/E) durchgeführt hat.

 

Wuppertal – Um ein aktuelles Stimmungsbild zu erhalten, hat das Fraunhofer-Institut für Bauphysik (IBP) im September und Oktober 2020 E/D/E Mitglieder und Lieferanten befragt. Alle Teilnehmer der Studie sind intensiv im Objektgeschäft mit Bauelementen (Türen und Tore, überwiegend inklusive Montage) involviert. „Gemeinsam mit unseren Mitgliedsunternehmen verfolgen wir aufmerksam die wachsende Relevanz der Digitalisierung und Etablierung von neuen Prozessen wie BIM. Mit der Studie erhalten wir wertvolle Denkanstöße und Einblicke, auf die wir mit den nun folgenden Workshops und Projekten aufsetzen können“, schildert Frank Brandenburg, Leiter Mitgliedermanagement E/D/E.

Der Handel zeigt sich noch zurückhaltend

Die Studie ergibt ein differenziertes Bild: Während bei den Produktherstellern – wenig überraschend – BIM bereits angekommen ist, nehmen viele Handelsunternehmen noch eine eher abwartende Haltung ein. Dennoch ist das Interesse sehr hoch und vor allem Fragen zu den Auswirkungen für das eigene Unternehmen stehen dabei im Mittelpunkt. Übergreifend spüren die Ansprechpartner schon heute, dass sich Grundlegendes in den unternehmensinternen Prozessen und vor allem bei den erforderlichen Qualifikationen ändern wird. „Ausgehend ursprünglich von Seiten der Architekten und der Planung, erreicht BIM zusehends die gesamte Prozesskette“, schildert Thomas Kirmayr, Leiter der Geschäftsstelle Fraunhofer-Allianz Bau. „Im digitalen Veränderungsprozess, den wir erleben, kommt es darauf an, jetzt die Zeit aktiv zu nutzen.“ Den Aufwand der Transformation sollten Handelsunternehmen nicht unterschätzen, macht Kirmayr weiter deutlich: „Wenn die erste BIM-basierte Anfrage auf dem Tisch liegt und noch nichts im Unternehmen getan wurde, ist es im Grunde schon zu spät. Dann hat man nicht mehr die notwendige Zeit, um die Veränderungen strategisch und in Ruhe anzugehen.“ 

BIM-Workshops des E/D/E sind bereits angelaufen

Um den Handel bei diesem Prozess aktiv zu begleiten, helfen E/D/E und IBP als nächste konkrete Schritte mit zwei Workshops. Ende März tauschten sich bereits Projektverantwortliche aus dem Handel in einer virtuellen Runde aus. Dem wird im Sommer – voraussichtlich als Präsenzveranstaltung – ein zweiter Workshop auf Geschäftsführungsebene folgen. Das Ziel: gemeinsam Chancen und Risiken strukturiert bewerten, über potenzielle zukünftige Geschäftsmodelle diskutieren und eine Handlungs-Roadmap für die kommenden Jahre entwickeln.

Das Interesse auf Händlerseite, diesen Veränderungsprozess aktiv anzupacken, ist groß. Uwe Dost, Geschäftsführer der Gronau GmbH, Frankfurt (Oder), zeigt sich überzeugt, „dass es in drei bis fünf Jahren in der Liga, in der wir tätig sind, keine Bautätigkeit mehr ohne BIM geben wird.“ Seine Erwartungen: „Durch die zunehmende Digitalisierung werden wir in unserem Handeln schneller und sicherer. Zudem wird sich die Fehlerquote minimieren.“

BIM bietet allen Beteiligten Vorteile 

Die kaufmännische Nachvollziehbarkeit und die Transparenz über alle Prozesse hinweg sind Vorteile, die auch aus Sicht von Jan Gerd Borgmann, Gesellschafter der BAUPART GmbH (Bottrop), für BIM sprechen: „Angesichts der Komplexität der Thematik sehe ich das E/D/E hier in der Verantwortung, aktiv zu einer Standardisierung der Prozesse beizutragen und auf diese Weise die BIM-Implementierung im Handel zu unterstützen.“ 

Zugleich ist es Borgmann wichtig, dass Standardisierung nicht zu Lasten des individuellen Bauens und Modernisierens geht. „Hier braucht es praktikable Lösungen, um auch im BIM individuelle Leistungen und die kleinteilige Struktur des Handwerks abzubilden.“ BAUPART-Geschäftsführer Dr. Stefan Drefke unterstreicht: „Von Vorteilen wie geringeren Leerlaufzeiten der beteiligten Gewerke auf der Baustelle und optimierten logistischen Abläufen werden alle am Bauprozess Beteiligten profitieren.“ Der Handel bilde dabei nur einen Teil der Lösung. Stattdessen plädiert er für einen branchenübergreifenden Austausch.

 

Pressemitteilung als PDF zum Download:

Digitalisierung für den gesamten Bauprozess: E/D/E beauftragt Fraunhofer-Studie - Neue Geschäftsmodelle durch BIM

 

Pressebilder zum Download:

Frank Brandenburg, Leiter Mitgliedermanagement E/D/E (Foto: E/D/E)

Thomas Kirmayr, Leiter der Geschäftsstelle Fraunhofer-Allianz Bau (Foto: Fraunhofer-Institut)

 

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