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25.09.2019
Möbel- und Beschlagbranche auf dem E/D/E Branchentreff spezial: Mut zur Transformation vom Händler zum Dienstleister

An den beiden Messetagen des Branchentreff spezial Mitte September nutzten über 320 Vertreter von Unternehmen aus dem Mitglieder- und Lieferantenkreis der Möbel- und Beschlagbranche die Zeit für intensive Begegnungen und Verhandlungen. Der Schwerpunkt vieler Gespräche: Veränderungen in der Handwerkerschaft und Fachkräftemangel, die Marktkonsolidierung und die Chancen durch die Digitalisierung.

Wuppertal/Nürnberg – Die Baubranche befindet sich im Wandel, der Fachkräftemangel nimmt weiter zu. Zudem verändern sich die Handwerkerstrukturen. Es gibt nicht mehr den einen klassischen Handwerkstypen, sondern viele unterschiedliche wie den Gewerkespezialisten, den Helfer für kleine Montagen, den digital begeisterten Spezialisten und den modernen Alleskönner. Und jeder Bereich stellt unterschiedliche Anforderungen an den Handel. Um sich über diese auszutauschen, Impulse zu bieten sowie Lösungen vorzustellen und gemeinsam weiterzuentwickeln, hatte das E/D/E die Beschlaghändler und -hersteller wieder zum Branchentreff spezial nach Nürnberg eingeladen. „Dieser persönliche Kontakt bleibt auch in Zeiten der Digitalisierung unverzichtbar“, sagt Frank Brandenburg, E/D/E Geschäftsbereichsleiter Bau: „Man spürt, dass die Trends in der Branche erste Wirkung zeigen. Die vor uns liegenden Herausforderungen bieten jedoch auch für den Handel große Chancen, sich neu in die Wertschöpfungskette einzubringen.“

Digitale Prozessanbindung der Handwerker

Aber wie stellt sich die Branche auf die veränderten Strukturen in der Handwerkerschaft und die vermehrte Forderung der Handwerker nach digitaler Einbindung in die Prozesse der Händler ein? „Um sich den veränderten Marktverhältnissen in der Baubranche zu stellen, müssen wir als Verbund mit Hilfe von digitalen Services und Vernetzung die Größennachteile unserer Händler ausgleichen und Skalierungseffekte schaffen“, so Frank Brandenburg, E/D/E Geschäftsbereichsleiter Bau. Das E/D/E hat hierzu zahlreiche Lösungen, die in den Einzelgesprächen auf dem Branchentreff spezial eine große Rolle spielten. Eine Möglichkeit für Händler, ihre Effizienz in der Kundenbetreuung zu steigern, ist die Verknüpfung des eigenen Onlineshops zum Beispiel mit der Handwerkersoftware vom Softwarehersteller OS Datensysteme GmbH (OSD).

Nutzer der OSD-Software können so über die E-Commerce-Branchenlösung Multishop online beim Fachhändler Ware bestellen, ohne ihre gewohnte IT-Umgebung zu verlassen. Auch aktuelle kaufmännische Daten können direkt abgerufen werden. Dazu gehören beispielsweise individuelle Einkaufspreise, Verfügbarkeit der Produkte sowie Bilder, Grafiken und Produktinformationen. Für den Handwerker bedeutet dies schnellere Prozesse – und gleichzeitig eine erhebliche Entlastung für den Handel, da Routinebestellungen, beispielsweise von Verbrauchsmaterialien, verstärkt online abgewickelt werden.

Ähnlich agiert die Handwerkersoftware des E/D/E Kooperationspartners ORGADATA mit der Integration von eDC Daten in die Software LogiKal 11 für das metallverarbeitende Gewerbe sowie PinnCalc für Tischler. Mit diesen Lösungen kommen die Zielgruppen aus dem verarbeitenden Gewerbe schnell an die für sie notwendigen, aktuellen kaufmännischen Daten.

Zusätzlich entlastet die eDC Branchenlösung Beschlag operativ sowohl Händler als auch Hersteller durch eine zentrale Produktdatenbasis. Die vom E/D/E gepflegten, aufbereiteten und klassifizierten Daten der eigenen Sortimente werden den Herstellern zur eigenen Nutzung wieder zur Verfügung gestellt. Hierdurch soll erreicht werden, dass sich die Datenqualität signifikant verbessert und die Effizienz der Datenpflege für die gesamte Branche erheblich vereinfacht wird.

Mit BIM (Building Information Modeling), einer Methode, bei der alle Beteiligten einer klassischen Bauplanung digital Zugriff auf die Projektdaten haben, können sich Händler ein neues Geschäftsfeld der Dienstleistung eröffnen. Alle relevanten Bauwerksdaten werden dabei digital modelliert, kombiniert und erfasst. „Im Umgang mit BIM bieten wir unseren Mitgliedern Unterstützung, sich zu Fachplanern für Architekten zu entwickeln und dadurch ein weiteres Geschäftsfeld zu erschließen“, erklärt Frank Brandenburg.

Mit Mut vom Händler zum Dienstleister transformieren

Um sich weiterhin vom Wettbewerb abgrenzen zu können, denken viele Händler darüber nach, wie sie sich verändern können und wie ihre Wertschöpfung aussehen kann. Einige Händler reagieren bereits, indem sie sich vom reinen Händler zum Dienstleister, beispielsweise für Prozesse, transformieren. Die Herstellerseite sieht das positiv: „Es ist gut, dass der Handel sich mit diesen Themen auseinandersetzt und die Veränderungen im Markt wahrnimmt,“ so Guy Muller, Chief Sales Officer Market – Customer bei der SIEGENIA Gruppe, „man spürt den Wandel bereits. Gemeinsam mit dem Handel müssen wir unsere Prozesse nun noch weiter optimieren und dabei die gesamte Supply-Chain betrachten, um das verarbeitende Gewerbe zielgerichteter zu unterstützen.“

In der spezialisierten Anpassung der Geschäftsmodelle haben Händler unterschiedliche Möglichkeiten. Eine davon ist, zusätzliche Logistikdienstleistungen wie beispielsweise die Baustellenbelieferung anzubieten. Dazu können die Händler unter anderem auf die E/D/E Lieferservices wie die Direktbelieferung und innovative Verpackungslösungen zurückgreifen. „Eine Alternative ist, zusätzlich die Montage und Wartung der Produkte in das Programm zu nehmen“, erklärt Frank Brandenburg. Mit der E/D/E Kompetenzgruppe Pro.Element wurde dazu passend der ELEMENTARES Service ins Leben gerufen. Ziel ist, die Zusammenarbeit in einem belastbaren bundesweiten Händlernetzwerk für den Bereich Services für Türen und Tore auszubauen.

Gelebte Kundenbegeisterung als Wettbewerbsvorteil nutzen

Dass ein Wandel allerdings nicht ohne die Mitarbeiterschaft gelingen kann, erfuhren die Teilnehmer des Branchentreffs während einer Reihe innovativer Impulsvorträge von Spezialisten aus den Bereichen Bau- und Möbelbeschlag. Besonders eindringlich appellierte Gastreferent Armin Leinen: Sein Geschäftsmodell zu erweitern oder zu verändern und sich dadurch erfolgreich vom Wettbewerb abzugrenzen, verlange nicht nur Mut, sondern sei nur durch die Unterstützung der eigenen Mitarbeiter möglich. Denn gut qualifizierte, hoch motivierte Fachkräfte würden den Unterschied ausmachen. Ziel müsse sein, sie vom „Mit-arbeiter zum Mit-denker zum Mit-unternehmer“ zu entwickeln. Denn nur engagierte Mitarbeiter könnten die Produkte so verkaufen, dass Kunden zu Weiterempfehlern werden. Durch die gelebte Kundenbegeisterung steige dann wiederum der Absatz. Den Kunden in den Mittelpunkt des Handels zu stellen, hielt Leinen für alternativlos: „Die Händler sollten verstärkt auf die Bedürfniserfüllung ihrer Endkunden achten, denn das Produkt an sich ist häufig austauschbar. Ein zufriedener Kunde reicht aber heute nicht mehr aus – er muss begeistert sein. Also grenzen Sie sich ab“, so Armin Leinen.

 

Pressemitteilung als PDF zum Download:

Möbel- und Beschlagbranche auf dem E/D/E Branchentreff spezial: Mut zur Transformation vom Händler zum Dienstleister

Pressebilder zum Download:

E/D/E Beschlagbranche auf dem Branchentreff spezial 2019: Frank Brandenburg

E/D/E Beschlagbranche auf dem Branchentreff spezial 2019: Gesprächskojen

E/D/E Beschlagbranche auf dem Branchentreff spezial 2019: Armin Leinen

E/D/E Beschlagbranche auf dem Branchentreff spezial 2019: Gespräche

Die Nutzung für redaktionelle Zwecke im Rahmen der Berichterstattung zum Branchentreff spezial 2019 ist honorarfrei möglich. Bildquelle: E/D/E

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