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27.02.2019
Stabiles Wachstum im Kerngeschäft, Impulse durch Stahl, Haustechnik und Arbeitsschutz/Technischer Handel

  • Stabiler Wachstumskurs im Kerngeschäft: plus 306 Millionen auf 6,35 Milliarden Euro Handelsvolumen
  • Impulse durch Stahl, Haustechnik und Arbeitsschutz/Technischer Handel, Wachstum mit Werkzeugen, Beschläge auf hohem Niveau
  • Kernleistungen und Zukunftsthemen im Fokus von EVOLUTION: Verbesserungen im Tagesgeschäft erzielt, Neuorganisation verabschiedet, Basis für die Zukunft geschaffen
  • E/D/E leistet Beitrag zu Effizienzsteigerung entlang der Wertschöpfungskette

Wuppertal – Nach dem Wachstumssprung des Vorjahres über die Marke von sechs Milliarden Euro (plus 487 Millionen Euro) erreichte die E/D/E Gruppe 2018 erneut eine deutliche Steigerung des Handelsvolumens in Höhe von 306 Millionen auf 6,35 Milliarden Euro. Die E/D/E Gruppe verzeichnete im Oktober mit einem Volumen von 594 Millionen Euro den stärksten Monat ihrer Unternehmensgeschichte. Im Ausland wurden mit den Partnern 1,37 Milliarden Euro realisiert. Dr. Andreas Trautwein, Vorsitzender der Geschäftsführung der E/D/E Gruppe: „Wir konnten 2018 in einem herausfordernden Umfeld in der Ware erneut stärker wachsen als geplant. Unser Kerngeschäft ist stabil und wächst auf hohem Niveau. Zugleich haben wir mit unserem Strategie- und Organisationsentwicklungsprozess EVOLUTION konkrete Verbesserungen für unsere Partner erreicht und im Sinne unseres Zukunftsbildes den Fokus auf die Implementierung gelegt. 2018 war ein intensives und erfolgreiches Jahr für die E/D/E Gruppe.“

Das Geschäft im Inland wuchs um 261 Millionen Euro. Das im Ausland erzielte Handelsvolumen stieg um 45 Millionen Euro, bereinigt um einen Struktureffekt sogar um knapp 100 Millionen Euro. Impulse für das Gesamtgeschäft kamen unter anderem aus dem Stahlbereich, der überdurchschnittlich stark wuchs und zudem von einer deutlichen inhaltlichen Weiterentwicklung der Zusammenarbeit mit den Mitgliedern geprägt war. Die Warenbereiche Arbeitsschutz/Technischer Handel setzen mit einem Zuwachs von insgesamt 41 Millionen Euro ebenfalls die positive Entwicklung des Vorjahres dynamisch fort. Auch die Haustechnik und insbesondere die Zusammenarbeit mit den Partnern mah und VGH erwies sich als Wachstumstreiber. Zudem wurden durch den WUPPER-RING und die EHH konzeptionell und personell neue Wege gefunden.

Das Lagergeschäft in der Haustechnik sowie mit Werkzeugen und weiteren Warenbereichen entwickelte sich überproportional und lieferte neue Bestwerte im elektronischen Logistik-Center (eLC). Im nationalen und auch im internationalen Geschäft nutzen die Mitgliedsunternehmen die E/D/E Logistik zunehmend als Plattform, um Größen- und Effizienzvorteile in der Belieferung ihrer Kunden realisieren zu können. Insgesamt wurde somit ein Plus von 15 Millionen Euro auf einen Lagerumsatz von 307,6 Millionen Euro erreicht. Dies bedeutet einen neuen Rekord und einen Meilenstein auf dem Weg zu der mittelfristig angestrebten Umsatzmarke von 500 Millionen Euro im Lagergeschäft.

In den Kontext der Prozessunterstützung und -optimierung ist auch der nachhaltige Erfolg der E/D/E Industrieservices einzuordnen. 2018 wurden die personellen Kapazitäten weiter erhöht, neue Ausgabesysteme und Software-Lösungen eingeführt und die konzeptionelle wie technologische Weiterentwicklung hin zu einem umfassenden Ökosystem für MRO-Bedarfe inklusive komplementärer Sortimente aus anderen Branchen entscheidend vorangetrieben. Ein Element des Zukunftsbildes und definiertes Ziel der Verbundgruppe ist es, gemeinsam mit ihren Partnern europaweit bedeutende Versorgungssysteme für Handwerk und Industrie zu stärken und auszubauen. Die Industrieservices, verortet im Kerngeschäft, sind Startpunkt und Treiber dafür.

Konsequente Stärkung des Eigenkapitals

Der Konzernüberschuss bewegt sich mit 14,4 Millionen Euro auf dem Niveau des Vorjahres, der Cashflow hat sich auf 28,9 Millionen Euro verbessert. Der Jahresüberschuss wird erneut zum überwiegenden Teil in die Rücklagen überführt, um die Investitionskraft der E/D/E Gruppe weiter zu stärken. Das Eigenkapital nähert sich der Marke von 400 Millionen Euro und belief sich zum 31. Dezember 2018 auf 391,5 Millionen Euro. Dr. Trautwein dazu: „Das Niveau ist in der jetzigen Phase der Investition und der Zukunftsgestaltung durchaus akzeptabel. Für die Zukunft haben wir hinsichtlich der Ergebnisse andere Vorstellungen. Wir sehen einen klaren Auftrag darin, durch Effizienzgewinne und Effekte auf der Kostenseite die Grundlage für den weiteren unternehmerischen Erfolg des E/D/E und auch seiner Partner zu legen. Zahlreiche abgeschlossene, laufende und geplante Unternehmensprojekte tragen zur digitalen Prozessoptimierung und Effizienzsteigerung entlang der Wertschöpfungskette im PVH bei.“

Im Tagesgeschäft Wirkung für die Partner erzielt

In diesem Kontext sind zahlreiche der Projekte und Aktivitäten zu verstehen, die das E/D/E in seinem umfassenden Programm zur Stärkung der Leistungen im Tagesgeschäft 2018 umgesetzt beziehungsweisegestartet hat. „Uns hat dabei vor allem eine Frage geleitet: Was können wir jeden Tag tun, um die tägliche Arbeit der Mitglieder weiter zu erleichtern und zu verbessern?“, schildert Dr. Trautwein. Neben der Weiterentwicklung von Sortimenten, Handelsmarken, Dienstleistungen und Einkaufsprozessen stand 2018 unter anderem auch die Kernfunktion Logistik im Fokus: Um den Händlern eine verlässlich gute Lieferperformance zu bieten, investierte das E/D/E in die Erweiterung der Fördertechnik in Wuppertal ebenso wie in den Ausbau des Warenbestandes, aber auch in die Einführung neuer Lieferservices im wachsenden Endkundengeschäft. Diese Leistungen, zu denen etwa die Lieferung zu einem Wunschtermin oder das Zwei-Mann-Handling zählen, wurden von den Händlern und deren Kunden von Beginn an stark nachgefragt.

Auch die E-Commerce-Anwendung Multishop wurde gezielt weiterentwickelt und optimiert, hin zu einer umfassenden E-Commerce-Plattform mit zahlreichen Möglichkeiten der Vernetzung mit dem Handwerk und der Industrie. Dank einer umfassenden Konsolidierung der Software konnten rund 500 Optimierungsmaßnahmen zur Verbesserung der Bedienbarkeit und Funktionalität umgesetzt werden. Um im Sinne der über 300 Händler, die den Shop nutzen, eine noch agilere Weiterentwicklung zu ermöglichen, wurde ein modernes Anforderungsmanagement etabliert. Zudem digitalisierte das E/D/E den Bestell- und Auftragsprozess zwischen Mitgliedern und Lieferanten. Über bereits bestehende modifizierte E/D/E Schnittstellen kommunizieren die Systeme der Händler direkt mit denen der Hersteller, was für erhebliche Effizienzsteigerungen in der Lieferkette sorgt. Mit seinen innovativen cloudbasierten Lösungen deckt das E/D/E darüber hinaus die gesamte Wertschöpfungskette im PVH ab. Diese werden im ERP-Umfeld gemeinsam mit einem strategischen Partner entwickelt und reichen von ERP- und PIM-Systemen bis hin zum Multishop.

PVH FUTURE LAB GmbH

Die gemeinsame Gründung der PVH FUTURE LAB GmbH durch das E/D/E und innovative Unternehmer aus dem Kreis der E/D/E Mitglieder belegt die Bereitschaft, neue Wege einzuschlagen und durch eine andere Art der Zusammenarbeit neue Technologien für den Verbund nutzbar zu machen. Die erste marktfähige Entwicklung, eine Plattform für die Nutzung des 3D-Drucks, erfuhr bei ihrer Präsentation auf dem E/D/E Branchentreff total im September 2018 eine große Resonanz. Bereits 25 Händler aus dem Verbund nutzen dieses neue Geschäftsmodell für professionellen 3D-Druck in Kunststoff und Metall. Neben dem Rapid3D-Geschäftsmodell beschäftigt sich die PVH FUTURE LAB GmbH in weiteren „Speedboats“ mit Prototypen für die Nutzbarmachung von Machine Learning/Künstlicher Intelligenz.

eDC Branchenlösung Beschlag

Auch mit der eDC Branchenlösung Beschlag im Produktdatenmanagement wählte das E/D/E 2018 eine neue Herangehensweise. Nachdem Gespräche mit Fachverbänden, Händlern und Lieferanten der Beschlagbranche deutliche Signale für den richtigen Zeitpunkt einer Branchenlösung gesetzt hatten, öffnete die Verbundgruppe das bereits vor Jahren initiierte und in der Praxis bewährte eDC Konzept für Baubeschlag-Unternehmen, die nicht zum Mitglieder- und Lieferantenkreis des E/D/E zählen. Aktuell sind weit mehr als 300.000 Beschlag-Datensätze auf den eDC eCl@ss Standard gepflegt. Ziel ist es, die notwendige Weiterentwicklung des Datenmanagements in der gesamten Branche voranzutreiben. Bei und im Nachgang einer gut besuchten Informationsveranstaltung in Wuppertal erhielt das E/D/E für diese Initiative großen Zuspruch. Mittlerweile haben sich bedeutende Händler außerhalb des E/D/E für die Nutzung der eDC Daten entschieden.

Bildungsförderung im PVH

Als wichtigen Schwerpunkt 2018 und für die Zukunft fördern das E/D/E und die E/D/E Stiftung die berufliche Bildung im Produktionsverbindungshandel. Die Stiftung konnte im vergangenen Jahr bereits das 400. ZHH-Stipendium vergeben und richtete aus diesem Anlass in der Junior Uni Wuppertal einen Tag der Bildungsinitiativen aus. Auf Initiative des E/D/E und der E/D/E AKADEMIE wurde der duale Bachelor-Studiengang PVH-Management neu akkreditiert. Die E/D/E AKADEMIE baut zudem ihr Angebot inhaltlich und methodisch in Richtung Digitalisierung aus.

EVOLUTION: das Jahr des Handelns

Im Rahmen des Strategie- und Organisationsentwicklungsprozesses EVOLUTION war 2018 das „Jahr des Handelns“ auf vielen verschiedenen Ebenen. Die Erkenntnisse aus der Innovativen Stakeholder-Analyse (ISA) sowie das unter anderem auf dieser Basis erarbeitete Zukunftsbild wurden den Partnern im strategischen Dialog und auf Gruppenveranstaltungen vorgestellt, diskutiert und sind dabei auf große Zustimmung gestoßen. Dieser Austausch im Sinne der Vernetzung und Nutzung der Systemintelligenz war und ist fester Bestandteil des Perspektivwechsels zum „outside-in“, als Prinzip von EVOLUTION. Das auf diese Weise gewonnene wertvolle Feedback wurde ausgewertet und im folgenden Prozess berücksichtigt.

Neben dem bereits erwähnten Programm zur Stärkung der Leistungsfähigkeit im Tagesgeschäft stand darüber hinaus für das E/D/E 2018 die Erarbeitung und Verabschiedung einer passenden Organisation im Fokus. Das neue Organisationsdesign wird einerseits dem derzeitigen und zukünftigen Wachstumsprozess und den Anforderungen derDigitalisierung gerecht. Andererseits entspricht es zielgenau den teilweise neuen Herausforderungen und Erwartungen der Mitglieder in den erfolgswirksamen Kernfunktionen. Die vorhandene fachliche Spezialisierung im E/D/E wird damit um eine funktionale Spezialisierung erweitert.

In diesem Zuge werden 2019 sukzessive neue Funktionsbereiche wie das Mitgliedermanagement und das Lieferanten-/Warengruppenmanagement geschaffen. Um den Einkauf weiter zu professionalisieren, wird auch diese Funktion als eigenständiger Bereich strukturell in der Organisation etabliert. Zudem werden die digitalen Services gebündelt. Dr. Andreas Trautwein: „Wir sind mit EVOLUTION und insbesondere auch bei der Erarbeitung der Neuorganisation sehr strukturiert vorgegangen, haben den Prozess auf eine ungewöhnlich breite Basis gestellt und die Systemintelligenz des Verbundes sowie Expertise von außen genutzt. Das Ergebnis erfährt somit eine hohe Akzeptanz, innerhalb des Unternehmens und auch bei unseren Partnern. Das gibt uns den nötigen Schub, um 2019 die Neuorganisation sukzessive erfolgreich zu implementieren.“

Die Anfang 2019 erfolgte funktionale Ausdifferenzierung und personelle Erweiterung der E/D/E Geschäftsführung, für die mit Peter Jüngst und Thomas Henkel zwei erfahrene Fachleute und Manager gewonnen wurden, ist die Basis, auf der die Implementierung der Neuorganisation der E/D/E Gruppe erfolgt. Mit der Neuordnung der Geschäftsführung und der zusätzlich, im Sinne einer Personaloffensive, geplanten personellen Verstärkung in den Waren- und Dienstleistungsbereichen unterhalb dieser Ebene ist das E/D/E in der Lage, wichtige Kernfunktionen einer modernen Verbundgruppe wie den Einkauf, das Mitgliedermanagement, Lieferanten-/ Warengruppenmanagement, die Digitalen Services, die IT und die Logistik sowie auch das Personalmanagement adäquat und mit noch mehr operativer Nähe zum Tagesgeschäft in der Organisation abzubilden.

Investitionen am Standort

Das E/D/E ist in seiner Heimatstadt Wuppertal fest verwurzelt. 2018 investierte die Verbundgruppe rund eine Million Euro in die Erweiterung der logistischen Fördertechnik. 2019 steht der Erwerb eines Grundstückes gegenüber der Unternehmenszentrale bevor. Zugleich schafft das Unternehmen in einer sich wandelnden Arbeitswelt und entlang der veränderten Anforderungen im Verbundgeschäft zukunftsfähige Arbeitsplätze. Ein aktuelles Beispiel ist die neu zugelassene Ausbildung zum Kaufmann im E-Commerce, die zwei der insgesamt 16 Berufsstarter im E/D/E 2018 begonnen haben. Die Zahl der Arbeitsplätze an den Standorten wuchs per Saldo um sieben Stellen, sodass Ende 2018 in der E/D/E Gruppe 1136 Mitarbeiter beschäftigt waren. In der Logistik wurden 51 Mitarbeiter aus der Leiharbeit in ein festes Beschäftigungsverhältnis übernommen. Darüber hinaus engagieren sich das E/D/E und die E/D/E Stiftung auch 2018 und weiterhin in der Region mit den Schwerpunkten Bildungsförderung und der Hilfe für bedürftige Kinder und Jugendliche.

Weiter wachsen, Neuorganisation umsetzen, Effizienzreserven heben

Für 2019 plant die E/D/E Gruppe mit einem Handelsvolumen von rund 6,64 Milliarden Euro und damit einem Anstieg um 294 Millionen Euro. Dies entspräche in der Summe einem Wachstum von mehr als einer Milliarde Euro in drei Jahren in den E/D/E Warenbereichen.

„Die Implementierung des Zukunftsbildes und der Neuorganisation wird uns 2019 erheblich fordern. Wir sind überzeugt, damit den Grundstein für den weiteren Erfolg des E/D/E und seiner Partner zu schaffen“, sagt Dr. Trautwein. Damit verbunden sind zugleich erhebliche Investitionen in Personal, um neue und bestehende Aufgabenbereiche adäquat besetzen und verstärken zu können, sowie in IT-Systeme und die Weiterentwicklung von digitalen Services und Kernleistungen. Dr. Trautwein weiter: „Wir werden die digitale Transformation und die Automatisierung von Standardprozessen weiter vorantreiben und damit unseren Beitrag zu einer Effizienzsteigerung entlang der gesamten Wertschöpfungskette leisten. Nicht zuletzt stehen auch unsere eigenen Kosten im Fokus.“

 

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