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EVOLUTION News

ESH FORUM 2019: Vernetzung im alten Telegraphenamt

 

Rund 150 Lieferanten und Mitglieder waren der Einladung des E/D/E gefolgt und trafen sich Mitte November in Berlin zum ESH FORUM, um sich über die Entwicklungen im Stahlhandel in Deutschland und Europa zu informieren und auszutauschen. Sowohl allgemeine wirtschaftliche Aspekte, die den Stahlhandel aktuell oder zukünftig umtreiben, waren Inhalt der Veranstaltung – aber natürlich auch, wie die Partner des E/D/E diesen Entwicklungen begegnen.

 

In den traditionsreichen Hallen des ehemaligen Kaiserlichen Telegraphenamtes in Berlin wurden bereits zum Ende des 19. Jahrhunderts Verbindungen geknüpft und kommunikativer Austausch betrieben. Der Veranstaltungsort für das XIV. ESH FORUM hätte daher passender nicht gewählt werden können. Nun nutzte also ESH die Räume für das diesjährige Stahlforum zur aktiven Vernetzung von Lieferanten, Mitgliedern und Verbund. ESH Prokurist Jürgen Laukandt und Mitorganisator des ESH FORUMS: „Wie in den vergangenen Jahren war es uns wichtig, für Mitglieder und Lieferpartner eine informative Kommunikationsplattform zur Verfügung zu stellen.“ Die Vorträge während des Forums stellten den Veränderungsprozess im E/D/E und der ESH dar. Darüber hinaus wurden die Gäste über Veränderungen im Markt von morgen sowie über die Wahrnehmung von und den Umgang mit Risiken informiert. 

EVOLUTION Umsetzung im vollen Gange 

Dr. Andreas Trautwein, Vorsitzender der E/D/E Geschäftsführung, fokussierte seine Rede auf Entwicklungen innerhalb des E/D/E. Er beleuchtete den aktuellen Stand der Umsetzung des Strategie- und Organisationsentwicklungsprozesses EVOLUTION, den das E/D/E seit 2016 durchläuft. Die Kernbereiche der Veränderung umfassen eine Stärkung der Warenbereiche und Orientierung in Richtung der Mitglieder und Lieferanten sowie eine Ausgestaltung und Etablierung der Geschäftsbereiche Digitale Services und IT. 2020 will das E/D/E mit EVOLUTION weiter in Wirkung kommen. Das kommende Jahr steht im Zeichen der Umsetzung der aus der Strategie abgeleiteten Neuorganisation. Der Prozess EVOLUTION nutzt und vernetzt das gesamte Wissen der E/D/E Gruppe, um die Zukunftsfähigkeit zum Vorteil der Mitglieder nachhaltig zu gewährleisten. „Es gilt, unser Motto ‚Hand in Hand‘ weiterzudenken, aktiv mit Leben zu füllen und das E/D/E sicher und erfolgreich in die Zukunft zu führen“, beschrieb Dr. Trautwein die Arbeit in der Verbundgruppe. Der Markt verändert sich stärker denn je mit neuen nationalen und internationalen Akteuren. Auf die Entwicklungen und Trends im Markt benötigen die Mitglieder im E/D/E Antworten. Diese Situation, so Dr. Trautwein, erfordert einen Perspektivwechsel: „Veränderung ist notwendig, um Erfolg zu sichern. Und Veränderung benötigt Energie, Aufmerksamkeit und Durchhaltevermögen sowie die Bereitschaft, sich auf einen lernenden Prozess einzulassen. Unser Antrieb ist die gemeinsame Gestaltung unserer Zukunft.“ Auf Basis der veränderten strukturellen Voraussetzungen wird eine verbesserte und zukunftsfeste Marktleistung im Ergebnis stehen.

Einigkeit und Geschlossenheit im Verbund 

Als Gastgeber des ESH FORUMS freute sich der für Stahl verantwortliche E/D/E Geschäftsführer Peter Jüngst über die zahlreichen Gäste und stellte zu Beginn der Veranstaltung noch einmal heraus, welche Aufgaben dem Verbund zuzuordnen sind. Insbesondere legte er Gewicht auf die Bedeutung des gemeinsamen Handelns und die Notwendigkeit, von individuellen Einzellösungen abzusehen. In seinem anschließenden Vortrag fand Peter Jüngst gleichfalls klare Worte zu den Entwicklungen im Markt und den notwendigen Maßnahmen im Verbund. Ein Blick auf die Rahmenbedingungen mache die Herausforderungen für die nahe Zukunft deutlich. Die metallverarbeitende Industrie, insbesondere geprägt durch die Automotive-Sparte, sei unter Druck. Branchenübergreifend sei die gesamtwirtschaftliche Prognose, nicht zuletzt befeuert durch die zahlreichen politischen und finanzwirtschaftlichen Herausforderungen in der EU und Euro-Zone, eher gedämpft. „Es stellt sich nach Jahren des Bergaufs nun die Normalität eines Wirtschaftszyklus‘ ein“, so Jüngst. Auch auf die zunehmende Konzentration im Produktionsverbindungshandel verwies Jüngst und benannte die beiden vorrangigen Strategien im Markt: Größe oder Nische. Die Herausforderungen des Marktes machte Jüngst an verschiedenen Entwicklungen fest: Die Losgrößen im Stahlhandel werden immer kleiner und gleichzeitig wird der Händler mehr und mehr zum aktiven Teil der Wertschöpfungskette – er entwickelt sich zum Systemdienstleister. Darüber hinaus gewinnt das Thema Online- Shops massiv an Bedeutung.

Risikominimierung durch Kommunikation 

Gastredner Manfred Müller, Leiter Flugsicherheitsforschung bei der Deutschen Lufthansa AG, führte die Gäste durch die Welt der Risiken und ihrer Vermeidung unter dem Titel „Die Kunst, Fehler einzugestehen – Überlegungen zum Risikomanagement“. In einem anschaulichen Vortrag machte der Sicherheitsexperte deutlich, dass die größten Gefahren zu scheitern in einer nicht funktionierenden Kommunikation zwischen teilnehmenden Akteuren liegen. Er unterstrich damit auf anschauliche Weise auch die Bedeutung von Kommunikation im geschäftlichen Kontext. Die zunehmende Digitalisierung und der Einsatz neuer Technologien werden die persönliche Begegnung nicht ersetzen können. Aus Sicht des Sicherheitsexperten können Risiken durch den Einsatz von Technik nicht ohne eine reibungslose Kommunikation der involvierten Partner minimiert werden, so Müller.

 

Europa in kritischer Sandwichposition 

Ein weiterer Gastredner im ESH FORUM war EU-Kommissar Günther Oettinger, der Eindrücke aus über 30 Jahren politischer Arbeit mitbrachte. In seinem Vortrag betonte er die „kritische Sandwichposition“ Europas zwischen China und den USA. Er forderte einen „Europäischen Plan 2050“, also eine langfristige Planung, „so, wie wir sie oftmals in familiengeführten Unternehmen finden“. „Fairness im Wettbewerb und klare Spielregeln“ hält Oettinger für die Grundvoraussetzung eines funktionierenden Welthandels, „und die EU-Kommission ist der Schiedsrichter“. Dabei machte er nochmals deutlich, dass nur die EU als Verbund davor schützt, zwischen den USA und China aufgerieben zu werden. Einzelstaaten innerhalb der EU seien zu klein, um auf Augenhöhe zu verhandeln und eine Machtposition an den Verhandlungstisch zu bringen.

Rege Gespräche und aktiver Austausch 

Die Pausen der Tagesveranstaltung wurden von den Teilnehmern zu regen Gesprächen genutzt, die am Abend in der Arminiushalle fortgesetzt werden konnten. ESH Prokurist Jürgen Laukandt zeigte sich mit dem Forum zufrieden: „Unsere selbstgestellte Aufgabe, das Bindeglied zwischen Lieferpartnern und Mitgliedern zu sein, haben wir damit ein weiteres Mal erfüllt.“ In der Organisation unterstützt wurde er vom E/D/E Marketing. Erfolgreich verlief auch die erstmalige Erweiterung der Veranstaltung am zweiten Tag um einen ESH DIALOG, der ausschließlich für Mitglieder im Volkswagen Group Forum DRIVE stattfand. Auf der Tagesordnung standen zahlreiche Workshops und Präsentationen zu verschiedenen Themen im PVH.

Workshops zu vielen konkreten Fragen

Jürgen Laukandt zu dem neuen Veranstaltungskonzept: „Wie das E/D/E hat auch die ESH einen Perspektivwechsel vorgenommen. Aus den Erkenntnissen ist das Format der Veranstaltung entstanden. Fragen zur ESH und zum E/D/E, zu den Aufgaben und Herausforderungen der täglichen Arbeit wurden in den Workshops aufgegriffen. Und wir konnten transparent unser Bonussystem erklären und Verbesserungsvorschläge aufnehmen“. Außerdem beinhaltete das Programm die Vorstellung neuer Konzepte für den Bereich Weiterbildung und Recruiting sowie Anregungen für die Planung eines Onlineshops. Die Teilnehmer erhielten ferner Antworten auf betriebswirtschaftliche Fragen, Mitarbeiter der ETRIS BANK standen als Sparringspartner in Sachen Finanzierung zur Verfügung.

Am Freitagabend waren die Teilnehmer des ESH DIALOGS in das Dachgartenrestaurant im Deutschen Bundestag eingeladen. Franz Josef Fendt schloss sich der Begrüßung durch Peter Jüngst an und nutzte die Gelegenheit, sich im Namen aller teilnehmenden Mitglieder für die gelungene Veranstaltung zu bedanken. Jürgen Laukandt freute sich über diesen gelungenen ersten ESH DIALOG: „Wir haben auch hier gezeigt, wie transparent ESH handelt und gemeinsam mit dem E/D/E und den Mitgliedern Konzepte über den Stahlhandel hinaus für eine erfolgreiche Zukunft gestalten kann.“

 

  • Der Markt verändert sich. Neues Denken und neue Dienstleistungsangebote sind erforderlich. Wir als E/D/E Gruppe müssen wissen, wie wir zusammen mit unseren Mitgliedern und Partnern erfolgreich bleiben können.

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